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Supergrass ist eine britische Rockband aus Oxford, die 1993 aus der Band The Jennifers hervorging und sich 2010 auflöste. 2019 wurde die Band neugegründet.

Supergrass
Supergrass 2005 in Madrid
Supergrass 2005 in Madrid
Allgemeine Informationen
Herkunft Oxford, England
Genre(s) Britpop, Indie-Rock, Pop-Punk
Gründung 1993, 2019
Auflösung 2010
Website supergrass.com
Aktuelle Besetzung
Gareth „Gaz“ Michael Coombes
Michael „Mick“ Quinn
Daniel „Danny“ Goffey
Robert „Rob“ Coombes (ab 2002)

BandgeschichteBearbeiten

Bevor Gareth Michael Coombes und Daniel Goffey die Gruppe gründeten, spielten sie zwischen 1991 und 1993 in der kurzlebigen Band The Jennifers. Zusammen mit Michael Quinn formierten sie 1993 Supergrass und erhielten schon nach kurzer Zeit einen Plattenvertrag bei Parlophone. Ihr Debütalbum I Should Coco erreichte 1995, auf dem Höhepunkt der Britpop-Welle, die Spitze der britischen Charts, mit der Single-Kombination Alright/Time kamen sie auf Platz 2. Sie wurden bei den NME Awards als beste neue Band ausgezeichnet und erhielten einen Brit Award als bester Newcomer. Das zweite Album erwies sich ebenfalls als erfolgreich und erreichte ebenso wie der Vorgänger Platin-Status in Großbritannien.

1999 erschien das selbstbetitelte dritte Album der Band, auf dem sich der Song Pumping On Your Stereo befindet, der Rang 11 der UK-Charts erreichte. Das vielbeachtete Video zum Song wurde von Hammer & Tongs gedreht.

2002 produzierte Tony Hoffer ihr nächstes Album, Life on Other Planets, das von Dave Sardy gemixt wurde. Seit diesem Album war Rob Coombes vollwertiges Bandmitglied. Einen Teil der anschließenden Tour bestritten sie gemeinsam mit den befreundeten Foo Fighters. Zwei Jahre später feierte die Band ihr zehnjähriges Bestehen mit einer Best-Of-Sammlung. 2005 folgte mit dem in der Normandie aufgenommenen Road to Rouen ein eher ruhiges Album.

Im Juni 2007 beendete die Band in Berlin die Aufnahmen zu ihrem letzten Album. Es wurde im Frühjahr 2008 veröffentlicht und trägt den Titel Diamond Hoo Ha. Erste Auskopplungen aus dem Album waren die Songs Diamond Hoo Ha Man und Bad Blood. Es war das erste Album der Band, das in ihrem Heimatland nicht die Top-Ten der Charts erreichte, wobei es von der Kritik überwiegend positiv wahrgenommen wurde.[1] Diamond Hoo Ha wurde auch in die Compilation VPRO Song of the year aufgenommen. 2008 verließ die Band das Plattenlabel Parlophone, wo ihre bisherigen Alben erschienen waren. Sie gründete ihr eigenes Label Supergrass Records und begann mit den Aufnahmen zu einem weiteren Album, das den Arbeitstitel Release the Drones trug, aber nicht mehr vollendet wurde.

Am 12. April 2010 gab die Band die Trennung nach 17 Jahren bekannt. Danny Goffey wurde im selben Jahr der neue Drummer der Band Babyshambles.

Am 6. September 2019 traten Supergrass in Originalbesetzung wieder zusammen auf.[2] Für 2020 wurde eine Tournee angekündigt.[3]

MitgliederBearbeiten

 
Gaz Coombes, Goffey und Quinn (2008)
  • Gareth „Gaz“ Michael Coombes (* 8. März 1976) / Gitarre und Gesang
  • Michael „Mick“ Quinn (* 17. Dezember 1969) / E-Bass
  • Daniel „Danny“ Goffey (* 7. Februar 1974) / Schlagzeug
  • Robert „Rob“ Coombes (* 27. April 1972) / Keyboard (Rob ist der ältere Bruder von Gaz und war erst seit 2002 festes Mitglied)

DiskografieBearbeiten

AlbenBearbeiten

Jahr Titel Chartplatzierungen[4][5] Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
1995 I Should Coco
70
(6 Wo.)
300! 1
 Platin

(48 Wo.)
300!
1997 In It for the Money
85
(1 Wo.)
300! 2
 Platin

(37 Wo.)
300!
1999 Supergrass
60
(3 Wo.)
300! 3
 Platin

(26 Wo.)
300!
2002 Life on Other Planets
63
(3 Wo.)
300! 9
 Gold

(9 Wo.)
195
(1 Wo.)
2005 Road to Rouen
300! 73
(1 Wo.)
9
 Silber

(4 Wo.)
300!
2008 Diamond Hoo Ha
300! 300! 19
(3 Wo.)
300!

KompilationenBearbeiten

Jahr Titel Chartplatzierungen[4][5] Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
2004 Supergrass Is 10
300! 300! 4
 Gold

(14 Wo.)
300!

Weitere Kompilationen

  • 1996: Bag O Grass
  • 2000: B-Side Trax
  • 2009: Supergrass: The Albums Collection

EPsBearbeiten

  • 1999: Introducing... Supergrass
  • 2006: Supertunes
  • 2008: Live from London

SinglesBearbeiten

Jahr Titel
Album
Charts[4][5] Anmerkungen
Vereinigtes Konigreich  UK
1994 Caught by the Fuzz
I Should Coco
43
(2 Wo.)
Mansize Rooster
I Should Coco
20
(3 Wo.)
1995 Lose It
I Should Coco
75
(1 Wo.)
Lenny
I Should Coco
10
(4 Wo.)
Alright/Time
I Should Coco
2
 Gold

(10 Wo.)
1996 Going Out
In It for the Money
5
(7 Wo.)
1997 Richard III
In It for the Money
2
(7 Wo.)
Sun Hits The Sky
In It for the Money
10
(4 Wo.)
Late In The Day
In It for the Money
18
(4 Wo.)
1999 Pumping On Your Stereo
Supergrass
11
(8 Wo.)
Moving
Supergrass
9
(6 Wo.)
Mary
Supergrass
36
(4 Wo.)
2002 Never Done Nothing Like That Before
Life on Other Planets
75
(1 Wo.)
Grace
Life on Other Planets
13
(4 Wo.)
2003 Seen The Light
Life on Other Planets
22
(3 Wo.)
2004 Kiss Of Life
Supergrass Is 10
23
(3 Wo.)
2005 St. Petersburg
Road to Rouen
22
(3 Wo.)
Low C
Road to Rouen
52
(1 Wo.)
2008 Bad Blood
Diamond Hoo Ha
73
(1 Wo.)

Weitere Singles

  • 1997: Cheapskate
  • 2003: Rush Hour Soul
  • 2006: Fin
  • 2008: Diamond Hoo Ha Man
  • 2008: Rebel In You

Sonstige VeröffentlichungenBearbeiten

  • 1997: Don't Be Cruel (auf Chicago Cab OST)
  • 2001: Oracle (auf Mike Bassett: England Manager OST)
  • 2007: Beat It (auf The Saturday Sessions: The Dermot O'Leary Show)

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Supergrass – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Metacritic Reviews: Diamond Hoo Ha, aufgerufen am 21. Oktober 2011
  2. Reunion nach fast 10 Jahren: Supergrass sind zurück und teasern Pläne für 2020 auf musikexpress.de (abgerufen am 9. September 2019)
  3. Supergrass tell us about their reunion and 2020 tour: “We’re going to bring joy into a slightly disturbed world” auf nme.com (abgerufen am 9. September 2019)
  4. a b c Chartquellen: DE AT UK US
  5. a b c Auszeichnungen für Musikverkäufe: UK