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Stuttgarter Hafen

Stadtteil von Stuttgart, Baden-Württemberg, Deutschland
Der Stuttgarter Hafen im Neckartal zwischen Hedelfingen und Obertürkheim
West- und Mittelkai
Ostkai

Der Neckarhafen Stuttgart ist der Binnenhafen der Stadt Stuttgart und zugleich wichtigster trimodaler Verkehrsknotenpunkt (Wasser, Schiene, Straße) in der Region Stuttgart.

Der Hafen wurde am 31. März 1958 durch Bundespräsident Theodor Heuss feierlich eröffnet.[1][2] Er wird von der Hafen Stuttgart GmbH, einer Tochtergesellschaft der Stadt Stuttgart, betrieben. Der Hafen liegt bei Neckarkilometer 186 zwischen Unter- und Obertürkheim beziehungsweise zwischen Wangen und Hedelfingen; der Stadtteil Stuttgart-Hafen gehört zum Bezirk Hedelfingen.

Der Hafenbau erfolgte in zwei Abschnitten zwischen 1954 und 1958 sowie zwischen 1966 und 1968. Damit wurde er zum zweitgrößten Binnenhafen am Neckar. Dabei wurde der Neckar zwischen Mettingen und Stuttgart-Wangen in ein ca. einen Kilometer weiter westlich liegendes Bett verlegt. Gleichzeitig wurde auch die Bundesstraße 10 verlegt und ausgebaut. Diese verläuft seitdem zwischen Mettingen und Bad Cannstatt nicht mehr östlich des Neckars, sondern vierspurig unmittelbar westlich des (neuen) Neckarufers. Die Kosten beliefen sich auf rund 80 Mio. DM. Der Stuttgarter Hafen besteht aus drei Hafenbecken mit einer Wasserfläche von 31 Hektar zwischen der Staustufe Obertürkheim und der Staustufe Untertürkheim. Auf dem Hafengelände befinden sich etwa 50 Unternehmen mit 2500 Arbeitsplätzen.

Im Jahr 2011 wurden 3,141 Mio. Tonnen Güter umgeschlagen – 0,974 Mio. Tonnen wasserseitig, 2,167 Mio. Tonnen bahnseitig. Das weitläufige Areal wird durch die Hafenbahn Stuttgart erschlossen, die ebenfalls von der Hafen Stuttgart GmbH betrieben wird.

Beim stark wachsenden Containerumschlag wurden 2011 insgesamt 49.325 Container, wasserseitig 14.085 Container, bahnseitig 35.240 Container und im Umschlagbahnhof Schiene/Straße 19.201 Container bewegt.

LiteraturBearbeiten

  • Franz Biekert: Der Stuttgarter Hafen im Schwabenalter. Hrsg.: Statistik und Informationsmanagement, Monatsheft 10/1998. Monatsheft 10/1998 (PDF, 200kb).
  • Adrienne Braun: Mittendrin und außen vor. Stuttgarts stille Ecken. Konstanz 2014, Seite 91–97.
  • Hafen Stuttgart. Am Tage der Eröffnung hrsg. vom Tiefbauamt der Stadt Stuttgart. („Die Arbeiten des Tiefbauamtes“, Folge 2) Stuttgart 1958.
  • Gerhard Raff: Chronik der Stadt Stuttgart 1954–1960, Ernst Klett Verlag Stuttgart 1978.

Koordinaten: 48° 46′ 15,08″ N, 9° 15′ 24,47″ O

WeblinksBearbeiten

  Commons: Stuttgarter Hafen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten