Stein zu Lausnitz

Adelsgeschlecht

Die Familie Stein zu Lausnitz gehört zum osterländischen Uradel mit dem Stammhaus Lausnitz bei Neustadt an der Orla.

Stammwappen derer von Stein zu Lausnitz

GeschichteBearbeiten

Das Geschlecht erscheint erstmals 1117 urkundlich mit Dudo von Stein.[1] Siegfried von Stein wurde 1301 mit der Burg Rode belehnt. Sein Enkel Kaspar wurde 1429 mit dem Stammgut Lausnitz bei Neustadt an der Orla belehnt. Christoph Heinrich erwarb 1620 die Güter Wirsitz mit Hasla und stiftete die spätere Kochberger Linie, während sein jüngerer Bruder Friedrich Wilhelm die Lausnitzer Linie fortsetzte. Zuletzt gab es neben der Linie zu Lausnitz die Linien zu Kochberg (1733 bis 1938) und Braunsdorf (von 1827 bis ca. 1850).

Der Genealoge Johann Gottfried Biedermann befasst sich in seiner Genealogie über die Vogtländische Ritterschaft mit dieser Familie beginnend im 16. Jahrhundert. Er skizziert damit die Ahnenreihe von Wolf Christoph von Stein auf Lausnitz und Miesitz (1668–1731) und dessen Sohn, die beide zu Lebzeiten des Herausgebers Biedermann im Dienste der Bayreuther Markgrafen standen und wichtige Positionen auf der Plassenburg einnahmen. Wolf Christoph war zudem Amtmann von Schauenstein und Helmbrechts.

WappenBearbeiten

Das Stammwappen zeigt in Gold einen schreitenden blauen Löwen. Auf dem Helm mit blau-goldenen Decken der Löwe wachsend.

Bei den Linien Braunsdorf und Kochberg im gespaltenen Schild zwei sich zugewandte schreitende Löwen, der rechte Rot auf Silber, der linke wie im Stammwappen. Bei den Stein zu Kochberg sind die Löwen gekrönt. Auf den zwei Helmen mit rechts blau-goldenen, links rot-silberne Decken die zwei zugewandten Löwen, rechts blau, links rot.

PersönlichkeitenBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band XIV, Band 131 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 2003, ISSN 0435-2408, S. 56–58.
  • Johann Gottfried Biedermann: Geschlechts Register der löblichen Ritterschafft im Voigtlande ... Kulmbach 1752. Tafel CCLXVI. bis CCLXIX.
  • Genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser, 1853, S.446ff mit Stammreihe
  • Neues Allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, Band 8, S.615f

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Dobenecker, Regesta diplom. historiae Thuringiae, 1, 1116