Hauptmenü öffnen

Stefan Bollinger

deutscher Politikwissenschaftler und Historiker

Stefan Bollinger (* 30. August 1954 in Berlin) ist ein deutscher Politikwissenschaftler und Historiker. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die DDR und die Deutsche Wiedervereinigung.

BiographieBearbeiten

Bollinger stammt aus der DDR. Nach seinem Studium der Philosophie, Politikwissenschaft und Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin promovierte er 1983 über Fragen der sowjetischen Innenpolitik der frühen 1920er Jahre zum Dr. sc. phil. Seine Habilitation 1986 behandelte die Neuen Sozialen Bewegungen in der Bundesrepublik.

Wie für andere systemnahe Wissenschaftler bedeutete auch für Bollinger das Ende der DDR einen Bruch in seiner akademischen Karriere. Diese Erfahrung machte ihn zu einem der Protagonisten der Idee einer Zweiten Wissenschaftskultur in Ostdeutschland.

Bollinger ist Lehrbeauftragter am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin, wo er Seminare zu Themen rund um DDR und Wiedervereinigung hält. Daneben ist er Mitglied der Historischen Kommission der Partei Die Linke[1] und der Leibniz-Sozietät[2] sowie stellvertretender Vorsitzender des Vereins „Helle Panke“ e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin[3]. Er lebt und arbeitet in Berlin.

Werke (Auszug)Bearbeiten

  • Stefan Bollinger (2018): November '18. Als die Revolution nach Deutschland kam. edition ost, Berlin, ISBN 978-3-360-01884-7.
  • Stefan Bollinger: (2017): Lenin. Theoretiker, Stratege, marxistischer Realpolitiker. Papyrossa, Köln, ISBN 978-3-89438-656-6.
  • Stefan Bollinger (2017): Oktoberrevolution. Aufstand gegen den Krieg 1917–1922. edition ost, Berlin, ISBN 978-3-360-01882-3.
  • Stefan Bollinger [Hrsg.] (2009): Linke und Nation. Klassische Texte zu einer brisanten Frage. Promedia Verlag, Wien, ISBN 3-85371-302-5.
  • Stefan Bollinger [Hrsg.] (2004): Imperialismustheorien. Historische Grundlagen für eine aktuelle Kritik. Promedia, Wien, ISBN 3-85371-225-8.
  • Stefan Bollinger [Hrsg.] (2004): Das letzte Jahr der DDR. Zwischen Revolution und Selbstaufgabe. Dietz, Berlin, ISBN 3-320-02047-1.
  • Stefan Bollinger / Fritz Vilmar [Hrsg.] (2002): Die DDR war anders. Kritische Würdigung ihrer wichtigen sozialkulturellen Einrichtungen. Forschungsgruppe Kritische Analyse der Vereinigungspolitik am Institut für Politikwissenschaft der FU Berlin, ISBN 3-360-01036-1.
  • Stefan Bollinger [Hrsg.] (2002): Deutsche Einheit und Elitenwechsel in Ostdeutschland. Trafo-Verlag Weist, Berlin. ISBN 3-89626-381-1.
  • Stefan Bollinger (1999): 1989 - eine abgebrochene Revolution. Verbaute Wege nicht nur zu einer besseren DDR? Trafo-Verlag Weist, Berlin, ISBN 3-89626-195-9.
  • Stefan Bollinger (1995): Dritter Weg zwischen den Blöcken? Prager Frühling 1968: Hoffnung ohne Chance. Trafo-Verlag Weist, Berlin, ISBN 3-930412-78-0.
  • Stefan Bollinger / Bernhard Maleck (1987): Denken zwischen Utopie und Realität. Weltanschauliche Positionen der Alternativ- und Ökologiebewegung in der BRD. Dietz, Berlin (Ost), ISBN 3-320-00794-7.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die Linke: Die Mitglieder der Historischen Kommission
  2. Leibniz-Sozietät: Mitglieder (Memento des Originals vom 17. Januar 2012 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www2.hu-berlin.de
  3. Helle Panke: Der Vorstand

WeblinksBearbeiten