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Startsocial e. V.
Rechtsform e. V.
Gründung 2003
Sitz München, Deutschland
Leitung
  • Sunniva Engelbrecht, Geschäftsführung
  • Bernd Irmer, Vertretung Geschäftsführung
  • Gabriele Eichler, Schatzmeisterin
  • Dieter Düsedau, Aufsichtsratsvorsitzender
Branche Sozialwesen
Website www.startsocial.de
Stand: 2013

Startsocial e. V. (Eigenschreibweise: startsocial) ist ein eingetragener Verein, der jährlich einen bundesweiten Wettbewerb zur Förderung sozialer, ehrenamtlich getragener Organisationen, Projekte und Ideen durchführt. Er steht unter Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel und wurde 2009 als ausgewählter Ort der Initiative „Deutschland - Land der Ideen“ ausgezeichnet.

ZieleBearbeiten

Seit 2001 fördert Startsocial ehrenamtliches Engagement in Deutschland. Die Zielsetzung des gemeinnützigen Vereins ist die Unterstützung sozialer Initiativen durch Wissenstransfer zwischen der Wirtschaft und sozialer Projektarbeit.[1]

WettbewerbBearbeiten

OrganisationBearbeiten

Startsocial liegt der Gedanke zu Grunde, dass auch kleinere soziale Projekte „Unternehmungen“ sind und deshalb von Erfahrungen aus Wirtschaftsunternehmen profitieren können. Deshalb vergibt der Verein unter dem Motto „Hilfe für Helfer“ jährlich 100 Beratungsstipendien an soziale, ehrenamtlich getragene Initiativen bundesweit. Die Gewinnerprojekte werden vier Monate lang durch Experten aus der Wirtschaft oder dem professionellen Non-Profit-Bereich ehrenamtlich beraten.[2] Diese sogenannten Coaches begleiten die Vertreter der Projekte bei der Umsetzung ihrer Idee oder der Weiterentwicklung ihres Projekts und vermitteln ihr Know-how z. B. über Marketing, Organisationsentwicklung, Buchhaltung, Fundraising etc. Nach Ende der Beratungsphase werden die überzeugendsten 25 Stipendiatenprojekte von einer ehrenamtlichen, unabhängigen Jury bestimmt und zu einer feierlichen Bundespreisverleihung nach Berlin eingeladen. Sieben Initiativen erhalten hier Geldpreise von insgesamt 35.000 Euro.[3]

Pro Wettbewerbsrunde engagieren sich rund 200 Coaches und 300 Juroren, sowie zahlreiche Pro-bono-Experten. Zusammen genommen leisten sie pro Wettbewerbsrunde rund 18.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden. Seit der Initiierung von Startsocial 2001 haben sich ca. 7.100 soziale Projekte verschiedenster Bereiche beworben; 1.400 haben ein Beratungsstipendium erhalten.[4] Weit über die viermonatige Beratungsphase hinaus bietet Startsocial den sozialen Initiativen zudem durch ein Alumni-Netzwerk Zugang zu Kontakten, Fortbildungen und individuellen, kostenlosen Beratungsangeboten.[5]

Schirmherr- und TrägerschaftBearbeiten

Bundeskanzlerin Angela Merkel übernahm die Schirmherrschaft 2005.[6] Die Schirmherrin hat in den vergangenen Jahren immer persönlich ins Bundeskanzleramt zur feierlichen Preisverleihung eingeladen und ihren Sonderpreis an eines der 25 teilnehmenden Projekte übergeben.[7]

Startsocial wird getragen von der gemeinnützigen Organisation Startsocial e. V.[1]

SponsorenBearbeiten

Hauptförderer des Wettbewerbs sind neben dem Initiator McKinsey & Company die Unternehmen Allianz SE, Atos SE und Deutsche Bank AG. und ProSiebenSat.1 Media SE.[8]

PreisträgerBearbeiten

Bekannte bisherige Preisträger[9]

Vor- und Nachteile des Wettbewerbs für soziale ProjekteBearbeiten

Vorteile
  • Durch das Stipendium erhalten soziale Initiativen professionelle Beratung sowie Fortbildungs- und Netzwerkveranstaltungen und können sich entscheidend weiterentwickeln. Sieben der 100 Initiativen erhalten zudem einen Geldpreis von jeweils 5.000 Euro. Bundeskanzlerin Angela Merkel ist seit 2005 Schirmherrin, lud in jedem Wettbewerbsjahr zur Preisverleihung ins Bundeskanzleramt ein und stiftete einen Sonderpreis.[13]
  • Ein entscheidender Vorteil ist die starke öffentliche Wahrnehmung als startsocial-Stipendiat - startsocial gilt als ein Qualitätssiegel im sozialen Sektor. Dadurch kann das Fundraising forciert werden.
  • Bei der Bewerbung für den Wettbewerb werden die eigenen Ideen und Konzepte reflektiert. Jeder Bewerber erhält zudem drei ausformulierte, schriftliche Juryfeedbacks mit Anregungen zur Weiterentwicklung der eigenen Initiative, unabhängig von der Nominierung für ein Stipendium.[14]
  • Nach Ende des Stipendiums werden alle Stipendiatenprojekte automatisch in das Startsocial-Alumni-Netzwerk aufgenommen, das ihnen Kontakte, Fortbildungen und kostenlose Beratungen bietet.
Nachteile
  • Der Bewerbungsprozess sowie die viermonatige Beratungsphase sind sehr zeitaufwendig, worüber sich soziale Initiativen vorab im Klaren sein müssen.
  • Im Vordergrund des Wettbewerbs steht die Beratung. Für Initiativen, die rein finanzielle Zuwendungen anstreben, ist dieser Wettbewerb daher nicht geeignet.

WeblinksBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Bundesverband Deutscher Stiftungen. StiftungsReport 2009/10: Engagement kennt kein Alter. Bundesverband Dt. Stiftungen, Berlin, 2009
  • Hackenberg, Helga. „Social Entrepreneurship - Social Business: Für Die Gesellschaft Unternehmen“, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 2011
  • Rummel, Miriam. "Der Social Entrepreneurship-Diskurs. Eine Einführung in die Thematik." Wer sind Social Entrepreneurs in Deutschland?, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 2011
  • Zeidler, Max. "Corporate Social Responsibility: Imagepolitur oder neuer Gesellschaftsvertrag im Entstehen?.", Wiesbaden, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 2003

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Startsocial: Über uns. Abgerufen am 19. Januar 2019.
  2. Anna Gauto: Social Startups: Das sind die 16 wichtigsten Wettbewerbe für Sozialunternehmer. In: Wirtschaftswoche. Abgerufen am 19. Januar 2019.
  3. Startsocial: Wettbewerb. Abgerufen am 19. Januar 2019.
  4. Initiativen | Deutschland | McKinsey & Company. Abgerufen am 19. Januar 2019.
  5. startsocial (Hrsg.): startsocial 2014/15 - Der Jahrgang im Überblick.
  6. Startsocial: Schirmherrin. Abgerufen am 19. Januar 2019.
  7. Bundesregierung: Pressemitteilung "Engagement ist gelebte Solidarität". 20. Juni 2018, abgerufen am 19. Januar 2019.
  8. Startsocial: Partner. Abgerufen am 19. Januar 2019.
  9. startsocial Preisträger. In: startsocial.de. Abgerufen am 17. April 2019.
  10. Viva con Agua ist Bundessieger! In: Viva con Agua. Abgerufen am 23. Mai 2019.
  11. querstadtein - Obdachlose zeigen ihr Berlin – startsocial. In: startsocial.de. Abgerufen am 20. August 2016.
  12. ich-will-da-rauf – startsocial. In: startsocial.de. Abgerufen am 9. Mai 2018.
  13. AUSSCHREIBUNG: 100 BERATUNGSSTIPENDIEN FÜR SOZIALE INITIATIVEN ZU VERGEBEN. In: startsocial.de. Abgerufen am 9. Mai 2018.
  14. Bundesverband Deutscher Stiftungen. StiftungsReport 2009/10: Engagement kennt kein Alter. Bundesverband Dt. Stiftungen, 2009. S. 14