In der Elektronik wird als slew rate die Anstiegsrate, Flankensteilheit oder die maximale Anstiegs- oder Abfallgeschwindigkeit der Ausgangsspannung einer Verstärker- oder Treiberschaltung, speziell eines Operationsverstärkers, bezeichnet.

Auswirkung der slew rate (grün) auf die Übertragung eines Rechteckpulses

DefinitionBearbeiten

Die slew rate ist die maximale Steilheit der Flanke der Ausgangsspannung  , wenn am Eingang ein Rechtecksignal anliegt, das den Verstärker vollständig aussteuert (Großsignal-Antwort):

 

In Datenblättern wird die slew rate in Volt pro Mikrosekunde angegeben. Der Zusammenhang zur Großsignal-Grenzfrequenz eines Verstärkers ist gegeben durch die Ableitung dU/dt. Eine sinusförmige Spannung:

 

hat die größte Steigung   im Nulldurchgang:

 

Die benötigte slew rate ist also proportional zur Signalamplitude   und zur Frequenz  . D. h., ein Verstärker überträgt ein Signal mit großer Amplitude möglicherweise weniger korrekt als ein kleines Signal. In Datenblättern von Operationsverstärkern werden deshalb sowohl die slew rate (siehe auch Großsignalverhalten) als auch die Grenz- bzw. Transitfrequenz (beschreibt das Kleinsignalverhalten) angegeben.

Siehe auchBearbeiten