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Siegfried Bethke

deutscher experimenteller Physiker und Wissenschaftsmanager

Siegfried Bethke (* 15. April 1954 in Ludwigshafen am Rhein) ist ein deutscher Physiker und Wissenschaftsmanager.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Wissenschaftlicher WerdegangBearbeiten

Siegfried Bethke studierte an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg, an der er 1983 promovierte und sich 1987 habilitierte. Er verbrachte 1987/88 einen Forschungsaufenthalt als Feodor-Lynen-Stipendiat der Alexander-von-Humboldt-Stiftung am Lawrence Berkeley National Laboratory. Im Anschluss daran forschte er als Heisenberg-Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft am CERN, dem Europäischen Zentrum für Kern- und Teilchenphysik. 1993 erhielt er einen Ruf als Professor für experimentelle Physik an die RWTH Aachen, wo er bis 1999 Lehrstuhlinhaber am III. Physikalischen Institut war. 1999 wurde er „Wissenschaftliches Mitglied“ und Direktor am Max-Planck-Institut für Physik in München, das er von 2000 bis 2005 als geschäftsführender Direktor leitete.

ForschungsaktivitätenBearbeiten

Bethkes Forschungsschwerpunkt ist die Untersuchung hochenergetischer Teilchenkollisionen an Teilchenbeschleunigern und die Entwicklung von Teilchendetektoren zum Nachweis dieser Kollisionen. Bethke ist Mitglied der OPAL-Kollaboration am LEP-Speicherring des CERN. Er ist der verantwortliche Direktor für die Aktivitäten des MPI für Physik innerhalb der ATLAS-Kollaboration am LHC des CERN. Des Weiteren leistet Bethke Beiträge zur experimentellen Überprüfung der Quantenchromodynamik und zur experimentellen Astroteilchenphysik.

Auszeichnungen und MitgliedschaftenBearbeiten

Seit 1994 ist Bethke Mitherausgeber (co-editor) des European Physical Journal C. Er wurde 1995 mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet. Von 1995 bis 2002 war er Mitglied des Gutachterausschusses „Hochenergiephysik“ des Bundesministerium für Bildung und Forschung. Von 1997 bis 2002 war er Mitglied des Editorial Boards des Journal of Physics G - Nuclear and Particle Physics. Seit 2000 ist er Mitglied des Wissenschaftsbeirats des Teilchenbeschleunigers DESY in Hamburg, dessen Vorsitz er im Juni 2003 einnahm.

WeblinksBearbeiten