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Das Seitengewehr Modell 42 (auch Infanteriemesser 42, Kampfmesser 42) war ein Bajonett und Mehrzweckmesser der Wehrmacht.

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GeschichteBearbeiten

Entwickelt 1942 von den Wilhelm Gustloff Werken in Suhl und hergestellt von Carl Eickhorn in Solingen, sollte das „SG42“ das ursprüngliche Bajonett des Karabiners 98 ergänzen und ersetzen. Zwar war dieses grundsätzlich bewährt, jedoch gab es einen Mangel an Wirtschafts- und Gebrauchsmessern, die in der Regel privat beschafft wurden. Das „SG42“ wurde als Kampfmesser konzipiert, konnte jedoch auch als Bajonett aufgepflanzt werden.

Nach durchweg positiver Aufnahme mehrerer hundert Stück im Truppenversuch 1943 wurde die Produktion durch Adolf Hitler genehmigt, diese sollte jedoch wegen des Aufwandes einer Umstellung der Produktion erst nach dem Krieg stattfinden. Im Jahr 1944 wurde durch das Heereswaffenamt ein Auftrag über 10.000 Stück erteilt, die Fertigung lief an, wegen des Kriegsendes wurde jedoch nur eine geringe Zahl ausgeliefert.

Analog zur Entwicklung dieses Mehrzweckmessers setzte nach dem Krieg eine weltweite Entwicklung vom Bajonett als bloße Hieb- und Stichwaffe hin zum aufpflanzbaren Mehrzweckmesser (Säge, Drahtschneider) ein.

Technische DatenBearbeiten

Die SG42 wurden größtenteils aus Blechprägeteilen hergestellt. Griffschalen und Scheide sind günstig und schnell zu produzierende, in Form gepresste Phenolharzteile. Die Klingenlänge betrug 179,5 mm, die Gesamtlänge 304 mm (317 mm mit Scheide).

Der Werkzeugsatz im Griff umfasste einen Schraubendreher, Messer, Ahle und einen Korkenzieher. Der Schutzbügel des Griffes diente als Hülsenauszieher.

LiteraturBearbeiten

  • Gerhard Seifert: Fachwörter der Blankwaffenkunde. In: Abc der europäischen blanken Trutzwaffen. Hieb-, Stoß-, Schlag- und Handwurfwaffen. Seifert, Haiger 1981, OCLC 635357001.

WeblinksBearbeiten