Deutsches Seefahrtbuch

Das Seefahrtbuch war ein Ausweis und diente unter anderem der Identifikation des Inhabers und in bestimmten Ländern auch als Nachweis für Rentenansprüche. Es wurde durch den Seeleute-Ausweis ersetzt.

DeutschlandBearbeiten

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Geschichte
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Deutsche Seefahrtbücher waren bereits seit der Neufassung der Passverordnung 2007 keine Passersatzpapiere mehr.[1]

Seit Inkrafttreten des Seearbeitsgesetzes 2013 stellt das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie statt dem Seefahrtbuch den Seeleute-Ausweis aus. Er dient als Nachweis einer beruflichen Tätigkeit in der Seeschifffahrt und ist ebenfalls kein Passersatz oder amtlicher Identitätsnachweis. Bestehende Seefahrtbücher dürfen bis 31. Mai 2019 durch eine Übergangsregelung (§ 64 Abs. 6 der Seeleute-Befähigungsverordnung) weiterhin für diesen Zweck eingesetzt werden. In einigen Ländern wie zum Beispiel Hongkong ist die Vorlage eines deutschen Seefahrtbuches nach wie vor Voraussetzung für einen unkomplizierten Landgang der Seeleute.

Daneben geben die Reeder statt des Eintrags im Seefahrtbuch Dienstbescheinigungen nach dem Internationalen Seearbeitsgesetz aus.[2]

BesitzBearbeiten

Jede Person, die der Schiffsbesatzung angehörte, musste ein Seefahrtbuch besitzen, in das jede An- und Abmusterung eingetragen wird. Es ist dabei auch ein Beleg für geleistete Sozialversicherungszeiten zusammen mit der, vom Seemannsamt beglaubigten, Sozialversicherungsnummer. Des Weiteren werden Visa und Vermerke eingetragen. Seefahrtbücher werden durchlaufend nummeriert. Das erste ausgehändigte Seefahrtbuch erhält die Nr. 1.

Angaben im SeefahrtbuchBearbeiten

Auf Seite 2 des Dokumentes befindet sich das beglaubigte Lichtbild des Inhabers, zusammen mit der Bescheinigung des Seemannsamtes, dass das Lichtbild die dargestellte Person zeigt. Auf Seite 3 befindet sich die Personenbeschreibung.

AnmusternBearbeiten

Zur Musterung auf einem Schiff (Anheuern) wurden folgende Daten ab Seite 12 eingetragen:

AbmusternBearbeiten

Zur Abmusterung von einem Schiff wurden folgende Daten ab Seite 13 eingetragen:

  • Funktion an Bord
  • Schiffsname
  • Fahrtgebiet (z. B. Mittlere oder Große Fahrt)
  • Zeitraum der Fahrt (von … bis …)
  • gesamte Fahrtzeit in Monaten und Tagen
  • Urlaubsanspruch
  • Ort und Tag der Abmusterung
  • Unterschrift des Kapitäns oder eines anderen Bevollmächtigten

Die Abmusterung wurde auf Seite 13 vom Seemannsamt beglaubigt.

Siehe auchBearbeiten

QuellenBearbeiten

  • Einführung in den Schiffsbetrieb. Zentralstelle für Bildung des Ministeriums für Verkehrswesen, Berlin 1983
  • Friedrich Boer: Alles über ein Schiff und seine Ladung. 1962, Freiburg; Herder Verlag

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. vgl. § 2 Nr. 3 der aufgehobenen Verordnung zur Durchführung des Passgesetzes und § 7 der neuen Passverordnung
  2. Eine Ära geht unter. In: Die Zeit 43/2013. Abgerufen am 15. Februar 2014.
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