Scaled Composites Proteus

Die Scaled Composites Model 281 Proteus ist ein – nach der griechischen Gottheit Proteus benanntes – privat finanziertes zweistrahliges Strahlflugzeug mit Tandem-Flügel, das es ermöglicht Versuche mit unterschiedlichen Nutzlasten in großen Höhen durchzuführen.

Scaled Composites Proteus
Proteus im Flug
Typ Experimentalflugzeug
Entwurfsland

Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten

Hersteller Scaled Composites
Erstflug 26. Juli 1998
Stückzahl 1

Weitere DetailsBearbeiten

Entworfen und gebaut wurde das Flugzeug von Burt Rutan und seiner Firma Scaled Composites. Es hat eine Flügelspannweite von 23,65 Meter, die mit abnehmbaren Flügelspitzen auf bis zu 28 Meter erweitert werden kann.

Proteus kann als einer der Vorläufer des Trägerflugzeuges White Knight gelten. Zurzeit ist es im Besitz des Flugzeug-Herstellers Northrop Grumman und wird vom Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten und der NASA als Forschungs- und Höhenplattform für unbemannte Roboterflugzeuge eingesetzt.[1]

Technische DatenBearbeiten

Kenngröße Daten[2]
Besatzung 2 (1 Pilot, 1 Nutzlast-Bediener)
Länge 17,10 m
Spannweite hinten 23,6 m (28 m mit abnehmbaren Tragflächenenden)
Spannweite vorne 16,6 m (19,70 m mit abnehmbaren Tragflächenenden)
Höhe 5,30 m auf Fahrwerk
Nutzlast 816 bis 3293 kg (je nach Aufgabe)
Leermasse 2676 kg
max. Startmasse 5669 kg (7166 kg bei militärischer Verwendung)
Geschwindigkeit 350 km/h in 6000 m, 518 km/h in 15.000 m,
Mach 0,42 als Reisegeschwindigkeit
Steigleistung 30 m/s bei 3600 kg, 17 m/s bei 5669 kg
Dienstgipfelhöhe bis zu 19.800 m mit 3175 kg, 17.700 m mit 5669 kg
Startstrecke 762 m
Flugdauer bis zu 18 h, abhängig von Nutzlast und Höhe
Treibstoffkapazität 2720 kg (im Rumpf und in Tragflächentanks)
Triebwerke 2 × Williams Research/Rolls-Royce FJ44-2 Turbofan mit je 10,23 kN Schub

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Mark Broadbent: Shape-shifter – Proteus. In: AIR International April 2019, S. 84–87

WeblinksBearbeiten

Commons: Scaled Composites Proteus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Drohnen auftanken: 12 Meter Abstand in 14 Kilometern Höhe – Artikel bei Golem.de, vom 15. April 2019
  2. Mark Broadbent: AIR International April 2019, S. 87