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Satte Farben vor Schwarz

Film von Sophie Heldman (2010)

Satte Farben vor Schwarz ist ein Spielfilm der Regisseurin Sophie Heldman aus dem Jahr 2010. Die deutsch-schweizerische Koproduktion mit Senta Berger und Bruno Ganz in den Hauptrollen wurde im September 2010 beim Festival Internacional de Cine de Donostia-San Sebastián aufgeführt und feierte am 13. Januar 2011 in Deutschland Premiere. Drehort war Düsseldorf.

Filmdaten
OriginaltitelSatte Farben vor Schwarz
Satte Farben vor Schwarz.jpg
ProduktionslandDeutschland, Schweiz
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2010
Länge85 Minuten
AltersfreigabeFSK 0[1]
Stab
RegieSophie Heldman
DrehbuchSophie Heldman,
Felix zu Knyphausen
ProduktionTitus Kreyenberg
MusikBalz Bachmann
KameraChristine A. Maier
SchnittIsabel Meier
Besetzung

Inhaltsverzeichnis

HandlungBearbeiten

Im Mittelpunkt des Films stehen Anita und Fred. Sie sind seit 50 Jahren ein Paar und fast genauso lange glücklich verheiratet. Die Beiden haben zwei erwachsene Kinder und die Enkelin steht kurz vor dem Abitur. Anita und Fred können nicht nur auf ein erfülltes Leben zurückblicken – sie sind noch mittendrin. Bei Fred wurde Prostatakrebs diagnostiziert. Erstmals in all den Jahren nimmt Fred sich nun Freiheiten heraus, wodurch er seine Frau vor den Kopf stößt.

RezeptionBearbeiten

ErfolgBearbeiten

In Deutschland lockte Satte Farben vor Schwarz 169.633 Zuschauer in die Kinos.[2] Das Drama konnte sich damit auf Platz 33 der erfolgreichsten deutschen Produktionen des Jahres 2011 platzieren.[2] Bei der Erstausstrahlung am 27. Juni 2013 im Ersten erreichte der Film 670.000 Zuschauer.[3]

AuszeichnungenBearbeiten

KritikenBearbeiten

Satte Farben vor Schwarz ist eine Metapher für Leben und Tod, die zum Nachdenken über wichtige Aspekte unseres Lebens anregt: Wer sind wir? Was wollen wir vom Leben? Gerade die Ambivalenz der Filmcharaktere reizt dabei zum Hinterfragen.“

Manuel Meyer: Die Zeit[4]

„Deutsche Filmemacher haben sich dem ‚Seniorenkino‘ in den letzten Jahren in unterschiedlichen Ansätzen gewidmet. Andreas Dresen überschritt mit einem sehr offenen Blick auf gealterte Körper Grenzen, während Leander Haußmann die massentauglichere Form einer Komödie wählte. Heldman hat sich für eine sehr ruhige Annäherung entschieden. Die Kameraführung lässt dem präzisen und nuancierten Spiel der Darsteller Raum und Zeit. Die Regisseurin setzt erfolgreich auf die sachte Vermittlung von Emotionen.“

Michael Fleig: Critic.de[5]

HintergrundBearbeiten

Das Drehbuch basiert auf dem realen Selbstmord eines österreichischen Ehepaars, die Freunde und Nachbarn von Sophie Heldmans Eltern waren.[4] Die in dem Film verwendeten Kfz-Kennzeichen mit GX stehen für die fiktive Stadt Gleixen.[6]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Freigabebescheinigung für Satte Farben vor Schwarz. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Januar 2010 (PDF; Prüf­nummer: 121 132 K).
  2. a b Filmhitliste: Jahresliste (deutsch) 2011. In: Filmförderungsanstalt. FFA.de. Abgerufen am 29. Juni 2013.
  3. Sidney Schering: Elfmeterkrimi im Confederations Cup wird Tagessieger. Quotenmeter.de, 28. Juni 2013, abgerufen am 29. Juni 2013: „Der anschließend ausgestrahlte, anspruchsvolle Spielfilm «Satte Farben vor Schwarz» profitierte nicht vom Fußballfieber“
  4. a b Manuel Meyer: Der Freitod als würdiges Ende einer Liebe. Die Zeit, 12. Januar 2011, abgerufen am 29. Juni 2013.
  5. Michael Fleig: Filmkritik. Critic.de, 26. November 2011, abgerufen am 2. Juli 2013.
  6. [1]