Sardascht

Stadt im Iran

Sardascht (persisch سردشت; Kurdisch: Serdeşt, auch Zerdeşt) ist eine Stadt in der iranischen Provinz West-Aserbaidschan. Sardasht ist hauptsächlich von Kurden bewohnt.

Sardascht
Spring Nature of Sardasht - March 2007 (3 8601100100 L600).jpg
Sardascht (Iran)
Sardascht
Sardascht
Basisdaten
Staat: IranIran Iran
Provinz: West-Aserbaidschan
Koordinaten: 36° 9′ N, 45° 29′ OKoordinaten: 36° 9′ N, 45° 29′ O
Höhe: 1300 m
Einwohner: 41.934[1] (Berechnung 2012)
Zeitzone: UTC+3:30

Der Name der Stadt soll sich von persisch زَردُشت Zardošt (Zarathustra) ableiten. Sie hat mehr als 41.000 Einwohner und befindet sich auf 1300 Metern Höhe südwestlich des Urmiasees.

Zu den Besonderheiten der Region gehört die Geravan-Mineralquelle, die für die Therapie von Hauterkrankungen genutzt wird.[2]

GiftgasangriffBearbeiten

Sardascht war die erste Stadt, die vom Irak während des ersten Golfkrieges (1980–1988) mit Chemiewaffen angegriffen wurde. Am 28. Juni 1987 wurden vier 250 kg Bomben mit Senfgas von der irakischen Luftwaffe über der Stadt abgeworfen. Dabei starben über 100 Iraner und Kurden und Hunderte wurden verletzt.[3] Dieser Angriff ereignete sich vor dem Giftgasangriff auf Halabdscha und erreichte nicht die Weltöffentlichkeit. Die Bevölkerung von Sardascht besteht überwiegend aus Kurden.

WeblinksBearbeiten

Commons: Sardasht – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven:@1@2Vorlage:Toter Link/bevoelkerungsstatistik.de
  2. Nima Shahabi (Übers.), Parviz Shojaei Parsa (Fotografien): Geravan Spring. A Pharmacy From The Underearth. In: Homa. Nr. 112, Juni-Juli 2015, S. 22–25.
  3. Press TV: iran-supports-total-chemical-weapons-ban abgerufen am 8. Januar 2013