Säubrennerkirmes

Die Säubrennerkirmes ist ein Volksfest, welches alljährlich im rheinland-pfälzischen Wittlich stattfindet.

Die Kirmes basiert auf der mittelalterlichen Säubrennersage und fand im Jahre 1950 auf Initiative des damaligen Wittlicher Bürgermeisters Matthias Joseph Mehs erstmals statt. Die Kirmes erfreut sich innerhalb der Region und über ihre Grenzen hinaus großer Beliebtheit und Bekanntheit. Sie findet traditionell am dritten Augustwochenende statt, weil der Wittlicher Stadtpatron, der heilige Rochus, am 16. August Namenstag hat.

KirmesprogrammBearbeiten

Das Gerüst des Kirmesprogramms ist seit Jahren nahezu unverändert und unterscheidet sich von Jahr zu Jahr eigentlich nur durch die Bands und Musikkapellen, die allabendlich auf zwei Bühnen in der Innenstadt auftreten.

Traditionell finden am Freitagabend die Eröffnung des Rummelplatzes und das Schauspiel über die Säubrennersage im Stadtpark statt. Anschließend wird auf dem Marktplatz der Belagerungstrunk ausgegeben und die Kirmes durch den Bürgermeister eröffnet.

Am Samstagnachmittag folgt ein Festzug durch die Innenstadt, der auf dem Marktplatz mit der Verlesung des Kirmesprotokolls gipfelt. Am Festzug beteiligt sind viele Vereine und Gruppen aus Wittlich und Umgebung wie z. B. die Wittlicher Winzer, die Feuerwehr oder die Gerolsteiner Stadtsoldaten. Weiterhin dürfen auch die 50-jährigen Wittlicher im Festumzug mitgehen. Hierbei handelt es sich um überwiegend gebürtige Wittlicher, die in Wittlich eingeschult wurden. Anreisewege aus Amerika oder Australien sind keine Seltenheit. Erst jetzt ist auch der Saubraten auf dem Marktplatz käuflich zu erwerben.

Der Montag ist traditionell der "Tag der Wittlicher" auf der Kirmes. Das öffentliche Leben ist weitestgehend erlahmt, die Geschäfte haben kurz oder gar nicht geöffnet. In der Nacht endet die Saubratenausgabe.

Anschließend folgt der Dienstag als "Familientag", an welchem die Fokussierung auf dem Rummelplatz liegt.

Der SaubratenBearbeiten

Jedes Jahr werden auf der Kirmes über 100 Schweine verzehrt. Zu Schauzwecken dienen zwei Schweine, die am Saubratenstand auf dem Marktplatz als Ganzes am Spieß gebraten werden. Der eigentliche verkaufte Braten, der mit Brötchen und Senf serviert wird, gart kochend in großen Truhen.

SchauplätzeBearbeiten

  • Marktplatz: Weinstände der Wittlicher Winzer, Saubraten-Ausgabe, Musikbühne
  • Pariser Platz: Weinstände, Musikbühne, Kulinarisches
  • Platz an der Lieser: Handwerkermarkt
  • Viehmarktplatz, Kurfürstenstraße, Parkplatz Kurfürstenstraße: Rummelplatz

LiteraturBearbeiten

  • Erich Gerten: Die Wittlicher Säubrenner. Kulturamt der Stadt Wittlich, 2004, ISBN 3-9809086-1-5.

WeblinksBearbeiten