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Russische Kammerphilharmonie St. Petersburg

Elbphilharmonie Hamburg, Januar 2018

Die Russische Kammerphilharmonie St. Petersburg wurde 1990 in St. Petersburg (Russland) gegründet.

George Enescu Festival Bukarest, September 2017

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Die Russische Kammerphilharmonie St. Petersburg wurde 1990 von Absolventen des St. Petersburger "Rimski-Korsakow" Staatskonservatoriums gegründet.

Das Orchester ist einer der bedeutendsten musikalischen Botschafter seines Landes. Sein breitgefächertes Repertoire, das vom Barock bis zur Moderne sowie von Kammermusik bis zu großen Sinfonik reicht, hat es zu einem der gefragtesten Klangkörper Europas gemacht.

Das Orchester gastiert regelmäßig in den wichtigsten europäis­chen Konzerthäusern und bei zahlreichen renommierten internationalen Festivals, wie Schleswig-Holstein Musik Festival, Rheingau Musik Festival, Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Musikfestspiele Saar, Zelt-Musik-Festival, Istanbul Music Festival und George Enescu Festival Bukarest. Die Tourneen führten das Orchester auch in das außereuropäische Ausland, u. a. nach Libanon, Chile, Uruguay, Argentinien, Südafrika, Dubai und in die Türkei.

Seit seiner Gründung ist das Orchester Anziehungspunkt für internationale Solisten. Die legendären Mstislav Rostropowitsch, Igor Oistrach, Mikis Theodorakis, Giora Feidman, David Garrett, Jelena Baschkirowa, Andrei Gawrilow, Sergei Nakariakov, Mischa Maisky, Dmitri Hvorostovsky, Nigel Kennedy, Edita Gruberová, Fazıl Say, Eva Lind, Matthias Schlubeck, Nikolai Tokarew, Sir James Galway, Vadim Repin, Lilya Zilberstein, Gabor Boldoczki, Dmitri Berlinsky und Martin Stadtfeld gehörten zu den gefeierten Künstlern, die mit dem Orchester auftraten.

Gastspielhöhepunkte des laufenden Jahres sind u. a. Konzerte in den Philharmonien in Berlin, Köln, Essen und München, im Gewandhaus zu Leipzig, im Dresdner Kulturpalast, in der Alten Oper Frankfurt, im Kopenhagener Tivoli, in der Tonhalle Zürich, im Pariser Théâtre des Champs Elysées, im Konzerthaus Wien, im Budapester Béla Bartók National Hall, im Bukarester Athenäum, sowie gleich drei Auftritte in der Elbphilharmonie.

Die intensive weltweite Konzerttätigkeit der Russischen Kammerphilharmonie St. Petersburg wird durch die Studioproduktionen ergänzt. Die CD des Orchesters mit Werken von Carl Maria von Weber, die bei SONY MUSIC erschienen ist, wurde mit dem begehrten „Editor’s Choice“ der renommierten britischen Gramophone-Magazine ausgezeichnet.

2000 hat das Orchester seinen Sitz nach Frankfurt am Main verlegt.[1]

LeitungBearbeiten

 
Juri Gilbo (2018)

Im Frühjahr 1998 übernahm Juri Gilbo die Stelle als Künstlerischer Leiter des Orchesters.

Es ist ihm gelungen, dem Orchester neue Maßstäbe zu setzen, zu einem internationalen Spitzenorchester zu formen und einen unverwechselbaren Klang zu verleihen. Der in St. Petersburg geborene Musiker ist stark geprägt von den Musiktraditionen seiner Heimat. Schon als Kind besuchte er stets die Opernaufführungen im Mariinsky Theater sowie die Konzerte in der Philharmonie seiner Heimatstadt mit legendären Solisten und Dirigenten wie Vladimir Horowitz, Marta Argerich, Leonard Bernstein, Kurt Masur, Gidon Kremer, Igor Oistrach, Mariss Jansons, Emil Gilels und Swjatoslaw Richter.

Bereits mit vier Jahren erhielt er seinen ersten Musikunterricht und widmete sich zunächst der Geige und der Bratsche. Weitere Studien führten ihn an das traditionsreiche St. Petersburger Staatskonservatorium und an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main in die Bratschenklasse von Tabea Zimmermann. Zugleich machte er seine Dirigentenausbildung bei Luigi Sagrestano. [2]

Diskografie (Auswahl)Bearbeiten

  • Max Bruch: Moses – Oratorium, opus 67 (J. Kindler, 2005)
  • Carl Maria von Weber: Clarinet concertos No. 1 / 2 and Clarinet quintet (Sony Musik, 2009)
  • Louis Spohr: Die letzten Dinge – Oratorium nach Worten der Heiligen Schrift in der Originalfassung von 1826 (J. Kindler, 2010)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten