Rundlokschuppen Rummelsburg

Lokomotivschuppen und eine Gesamtdenkmalanlage im Berliner Ortsteil Rummelsburg des Bezirks Lichtenberg
Rundlokschuppen

Der Rundlokschuppen Rummelsburg ist ein Lokomotivschuppen und eine Gesamtdenkmalanlage[1] im Berliner Ortsteil Rummelsburg des Bezirks Lichtenberg auf dem Gelände des ehemaligen Rangier- und jetzigen Betriebsbahnhofs Berlin-Rummelsburg. Neben dem Rundlokschuppen auf dem früheren Güterbahnhof Pankow ist er der einzige noch erhaltene seiner Art in ganz Deutschland.[2]

GeschichteBearbeiten

Der Rundlokschuppen wurde vermutlich um 1900 auf dem Rangierbahnhof Rummelsburg von der Königlichen Eisenbahndirektion gebaut. Dieses Bauwerk hat einen Durchmesser von 60 Metern, hat 24 Stützen aus Gusseisen, die einen Radius von 15 Metern um den Mittelpunkt angeordnet sind und die Kuppel nach dem Vorbild der Kuppelbauten von Johann Wilhelm Schwedler besteht aus einem Durchmesser von 30 Metern. Die Drehscheibe hat einen Durchmesser von 16 Metern und stammt noch aus den Anfangszeiten. Außerdem ist an dem Gebäude eine Verwaltung, eine Werkstatt, ein Gebäude mit Diensträumen, ein Lager und im oberen Stockwerk ist ein Wassertank für die Loks. Im Jahr 1993 wurde die Nutzung des Rundlokschuppens eingestellt. Nach der Nutzung wurde das Gebäude immer wieder für Filmproduktionen verwendet. Die Deutsche Bahn als Besitzer kommt ihrer Aufgabe, das Bauwerk instand zu halten,[3] nicht nach. 2010 stellte sie einen Abrissantrag, dem nicht entsprochen wurde. Allerdings gab es seitdem keine Sanierungsarbeiten am Gebäude, das wegen der Lage inmitten der Gleisanlagen nur schwer öffentlich nutzbar ist.[4]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Liste, Karte, Datenbank / Landesdenkmalamt Berlin. Abgerufen am 1. Februar 2019.
  2. Denkmale des Monats: Juli – Rundlokschuppen Rummelsburg, PDF; 78,2 kB
  3. Denkmalpflege im Bezirk Lichtenberg. Bezirksamt Lichtenberg, Untere Denkmalschutzbehörde, Berlin 2006, S. 14–15.
  4. Falk Jaeger, Die letzten ihrer Art – Berliner Rundlokschuppen verfallen, Deutsche Bauzeitung, 11/2016. online.

Koordinaten: 52° 29′ 43,9″ N, 13° 29′ 29,3″ O