Rudolf von Versen

deutscher Rittergutsbesitzer und Verwaltungsbeamter

Rudolf Ernst Wilhelm von Versen (* 16. März 1829 in Krampe, Kreis Fürstenthum; † 17. September 1894 in Bublitz)[1][2] war ein deutscher Rittergutsbesitzer und Verwaltungsbeamter.

LebenBearbeiten

Nach dem Besuch des Gymnasiums in Köslin studierte Rudolf von Versen Rechtswissenschaften und Kameralia an den Universitäten Halle und Berlin. 1849 wurde er Mitglied des Corps Borussia Halle.[2] Den Militärdienst leistete er als Einjährig-Freiwilliger beim Husaren-Regiment „Fürst Blücher von Wahlstatt“ (Pommersches) Nr. 5 und wurde Landwehroffizier beim Dragoner-Regiment „Freiherr von Derfflinger“ (Neumärkisches) Nr. 3.

Von Versen wurde als Regierungsreferendar bei der Regierung Köslin tätig. Nach seiner Heirat mit Helene von Versen zu Beginn des Jahres 1859 quittierte er den Staatsdienst, übernahm das Lehngut Krampe und kaufte das Gut Koppelberg, die er seitdem bewirtschaftete. Er war Kreisdeputierter und von 1887 bis 1893 Landrat des Kreises Bublitz.[3]

Während des Deutsch-Französischen Kriegs meldete er sich freiwillig und diente als Offizier in der Garnison-Schwadron des Neumärkischen Dragoner-Regiments, die Garnisonsdienst in Kolberg leistete. Er war Ritter des Johanniter-Ordens.

LiteraturBearbeiten

  • 256. Rudolf I. Ernst Wilhelm, 1829– (Lebenslauf bis 1885). In: Friedrich von Versen: Geschichte des Geschlechts von Versen und von Fersen. Band 1, 1885, S. 501 (Link auf Digitalisat).

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser. Justus Perthes Verlag, Gotha 1907, S. 782.
  2. a b Kösener Korpslisten 1910, 96, 155
  3. Landkreis Köslin Verwaltungsgeschichte und Landräte auf der Website territorial.de (Rolf Jehke)