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Rosetta (Film)

Film von Jean-Pierre und Luc Dardenne (1999)

Rosetta ist ein Spielfilm des belgischen Brüderpaares Jean-Pierre und Luc Dardenne aus dem Jahr 1999. Das Drama wurde im Wettbewerb der 52. Internationalen Filmfestspiele von Cannes uraufgeführt und gewann dort die Goldenen Palme für den besten Film. Die Festivaljury geriet durch ihre Entscheidung stark in die Kritik, während in Belgien der Film dazu beitrug, den „Rosetta-Plan“ auf den Weg zu bringen, ein Gesetz zur massiven Förderung jugendlicher Arbeiter.[1]

Filmdaten
Deutscher TitelRosetta
OriginaltitelRosetta
ProduktionslandBelgien, Frankreich
OriginalspracheFranzösisch
Erscheinungsjahr1999
Länge93 Minuten
Stab
RegieJean-Pierre und Luc Dardenne
DrehbuchJean-Pierre und Luc Dardenne
ProduktionJean-Pierre und Luc Dardenne
MusikThomas Gauder
KameraAlain Marcoen
SchnittMarie-Hélène Dozo
Besetzung

Die Kinoveröffentlichung in Belgien startete am 22. September 1999.

Inhaltsverzeichnis

HandlungBearbeiten

Rosettas Probezeit in einer Fabrik endet. Als sie auf das Bitten ihres Vorarbeiters nicht reagiert, wird sie gegen ihren Willen von zwei Polizisten vom Gelände gebracht. Sie kehrt zurück zum Campingplatz "The Grand Canyon", wo sie mit ihrer alkoholkranken Mutter wohnt. Diese flickt gebrauchte Kleidung, die Rosetta verkauft. Um etwas zu essen zu haben, legt Rosetta Fallen aus, in denen sie Forellen fängt. Bei der Suche nach Arbeit begegnet sie Riquet (Fabrizio Rongione), der an einem Waffelstand arbeitet, und freundet sich mit ihm an. Ihre plötzlich auftretenden Magenschmerzen behandelt sie mit Schmerzmitteln und indem sie ihren Bauch mit einem Haartrockner föhnt.

Riquet besucht Rosetta auf dem Campingplatz. Einer seiner Mitarbeiter wurde gefeuert und nun ist eine Stelle frei für Rosetta. Sie versucht, ihre Mutter von einem Aufenthalt in einer Entzugsklinik zu überzeugen. Diese wehrt sich aber und läuft davon. Rosetta entscheidet sich, bei Riquet zu übernachten. Im Laufe des Abends entdeckt sie bei ihm ein Waffeleisen.

Rosetta verliert nach kurzer Zeit ihren Job am Waffelstand wieder. Der Sohn des Besitzers bekommt ihren Job. Sie lässt sich nur dadurch beruhigen, dass der Besitzer ihr verspricht, sich sofort bei ihr zu melden, falls wieder eine Stelle frei wird. Wieder beginnt die Arbeitssuche. Riquet fällt ins Wasser, als er Rosetta bei ihren Fischfallen hilft. Sie beobachtet ihn kurz, bevor sie ihm aus dem schlammigen Wasser hilft. Später entdeckt sie, dass Riquet heimlich eigene Waffeln auf dem Waffelstand verkauft. Nach kurzem Zögern verrät sie ihn an den Besitzer. Sie beobachtet, wie Riquet gefeuert wird und erhält seine Stelle. Betrogen und verletzt macht Riquet Jagd auf Rosetta. Als er sie erwischt, fordert er eine Rechtfertigung. Sie gesteht, dass sie seinen Job wollte.

An ihrem ersten Arbeitstag taucht Riquet auf. Als sie nach Hause zurückkehrt, findet sie ihre Mutter bewusstlos vor dem Haus und trägt sie nach innen. Sie ruft ihren Chef an und erklärt, dass sie nicht mehr zur Arbeit kommt. Darauf versucht sie Mutter und sich selbst mit einer offenen Gasflasche im Wohnwagen sanft umzubringen, was misslingt. Als sie den nächsten Kanister mit Gas zum Wohnwagen trägt, taucht Riquet auf und umkreist sie mit seinem Motorrad. Sie geht noch ein kleines Stück, bevor sie weinend zusammenbricht. Riquet hilft ihr auf. Sie schaut ihn an, während sie langsam wieder ihre Fassung zurückgewinnt.

AuszeichnungenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Jean-Pierre Dardenne. In: Internationales Biographisches Archiv 10/2011 vom 8. März 2011, ergänzt um Nachrichten durch MA-Journal bis KW 43/2014 (abgerufen via Munzinger Online).

WeblinksBearbeiten