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Rosemarie Wilcken

deutsche Ärztin und Politikerin
Rosemarie Wilcken im September 2012 anlässlich einer Fördervertragsübergabe und Ausstellungseröffnung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz im Kulturhaus Mestlin

Rosemarie Wilcken (* 16. Juni 1947 in Wismar als Rosemarie Schellhase) ist eine deutsche Ärztin und Politikerin (SPD). Sie war von 1990 bis 2010 die erste weibliche Bürgermeisterin von Wismar. Von Anfang 2011 bis 2014 war sie Vorstandsvorsitzende der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD). Sie gehört nun dem neuen Stiftungsrat der DSD an.[1]

LebenBearbeiten

Rosemarie Wilcken wurde als Tochter des evangelischen Predigers der Landeskirchlichen Gemeinschaft, Schellhase, geboren. Ab 1966 studierte sie Humanmedizin und promovierte 1983. Bis 1990 praktizierte sie als Allgemeinmedizinerin und Kinderärztin. Sie ist Mutter zweier erwachsener Töchter.

Politische TätigkeitBearbeiten

Im Zuge der Wende trat Rosemarie Wilcken der SPD bei und wurde 1990 von ihrer Partei als Bürgermeisterkandidatin nominiert und am 30. Mai 1990 gewählt. Nach Ablauf der Amtsperiode kandidierte sie 2002 erneut für das Bürgermeisteramt in Wismar und wurde mit 79,1 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Der Schwerpunkt ihrer politischen Arbeit war die Förderung des Ausbaus der Hansestadt Wismar als Wirtschafts- und Infrastrukturstandort. Ihre Amtszeit endete am 17. Juli 2010.

Neben der Tätigkeit in zahlreichen anderen regionalen und überregionalen Gremien ist Rosemarie Wilcken Stellvertreterin des Präsidenten des Deutschen Städtetags, Mitglied des Verwaltungsrats der Bundesagentur für Arbeit, des Verwaltungsrates des NDR (zeitweise deren Vorsitzende) und der sog. Rürup-Kommission.

Ehrenamtliche TätigkeitBearbeiten

Seit 1997 bereits Mitglied des Vorstands der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, übernahm Rosemarie Wilcken Anfang 2011 von Gottfried Kiesow das Amt der Vorstandsvorsitzenden dieser Stiftung.[2] Im Rahmen dieses Amtes greift Rosemarie Wilcken auch in aktuelle Debatten ein. So forderte sie im April 2013 ihre Parteikollegin und Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, in einem offenen Brief auf, von geplanten Kürzungen der Denkmalschutzmittel im Landeshaushalt Abstand zu nehmen. „Die Kürzung und Neuausrichtung der Förderpolitik in Nordrhein-Westfalen könnte verheerende Auswirkungen auf den Erhalt des durch Kriegsverluste bereits stark reduzierten Denkmalbestandes im Land haben und wäre ein falsches Signal für die vielen im Denkmalschutz engagierten Bürger“, so Wilcken.[3]

Wilcken ist Vorsitzende des Aufsichtsrats der Deutschen Fernsehlotterie und Vorstandsvorsitzende der organisatorisch eng damit verbundenen Stiftung Deutsches Hilfswerk.[4] Für letztere Position wurde sie vom Präsidium des Deutschen Städtetags benannt.[4]

AuszeichnungenBearbeiten

  • 1999: Bundesverdienstkreuz am Bande
  • 2005: Preis der Albert-Schulz-Stiftung zusammen mit dem Bürgermeister von Tessin, Fred Ibold, für ihre Tätigkeit, die „in schwierigen Zeiten mit Zähigkeit und beispielhaftem persönlichen Einsatz ihren Städten einen Neuanfang gesichert und sie zur Blüte geführt“[5] hätten.
  • 2010: Bundesverdienstkreuz 1. Klasse[6]
  • 2011: Ehrenmitglied des Deutschen Städtetags[7]
  • 2015: Ehrenbürgerin von Wismar[8]

SchriftenBearbeiten

  • Neurologische Nachuntersuchungen eines Geburtenjahrganges einer mittelgrossen Stadt im Alter von 6-7 Jahren. Dissertation. Akademie für Ärztliche Fortbildung der DDR, Berlin 1983.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Vorstand und Gremien der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (Memento des Originals vom 23. September 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.denkmalschutz.de
  2. Oberste Denkmalschützerin, Der Prignitzer, 7. Januar 2011, abgerufen 14. Januar 2011, 16.50 Uhr
  3. Kürzungen sind falsches Signal, Pressemitteilung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, 19. April 2013
  4. a b Organisationsstruktur. Abgerufen am 5. März 2019.
  5. Albert-Schulz-Stiftung ehrt Bürgermeister, Hamburger Abendblatt, 23. Februar 2005
  6. Verdienstorden für besonderes Engagement in Ostdeutschland (Memento vom 3. Mai 2011 im Internet Archive), Pressemitteilung des Bundespräsidenten, abgerufen am 4. Oktober 2010
  7. Deutscher Städtetag
  8. Rosemarie Wilcken ist Ehrenbürgerin von Wismar (Memento vom 18. November 2015 im Internet Archive), NDR-Meldung vom 17. November 2015, abgerufen am 17. November 2015