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Robert A. Dietrich

deutscher Filmarchitekt

Robert A. Dietrich (* 28. März 1889 in Berlin; † 8. September 1947 ebenda) war ein deutscher Filmarchitekt, der erste Szenenbildner seines Landes von Bedeutung.

LebenBearbeiten

Dietrich hatte zunächst an der Kunstgewerbeakademie und an der Architekturhochschule in Portland, Vereinigte Staaten studiert, ehe er 1911 zur Filmgesellschaft Deutsche Bioscop ging und anfänglich (bis kurz vor Kriegsausbruch 1914) die Dekorationen zu den außerordentlich erfolgreichen Dramen und Komödien des Dänen Urban Gad und dessen Hausstar Asta Nielsen entwarf. Seine erste künstlerisch herausfordernde Arbeit konnte er Anfang 1913 realisieren: Der Student von Prag wurde sein berühmtestes Werk seiner gesamten Karriere. Einen weiteren Ausflug in das Phantastische Kino unternahm Dietrich drei Jahre darauf mit dem Sechsteiler Homunculus, einer von Otto Rippert inszenierten Geschichte um die Erschaffung eines künstlichen Menschen. 1918 wechselte Dietrich zur Stern-Film, für die er zunächst mehrere Arbeiten des Regisseurs E. A. Dupont designte.

Dietrichs spätere Entwürfe bis kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs dienten überwiegend Routineproduktionen, die er für die unterschiedlichsten Gesellschaften anfertigte. Zuletzt, seit 1940, arbeitete Robert Dietrich fast ausschließlich für die Tobis. Seine letzte Arbeit war die kriegsbedingt erst 1946 angelaufene Detektiv- und Gaunerkomödie Peter Voß, der Millionendieb, für die Dietrich 1943 ein beachtliches Jugendstil-Ensemble, eine Wild-West-Kulisse und indische Wohngemächer anfertigte.

Bei zahlreichen seiner Arbeiten kollaborierte Dietrich mit dem Kollegen Artur Günther, den er seit 1917 angelernt hatte.

FilmografieBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 2: C – F. John Paddy Carstairs – Peter Fritz. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 397 f.

WeblinksBearbeiten