Kreuzzug des Weibes (Titel in Österreich: Kreuzzug des Weibes (Die Tragödie des § 144)) ist ein deutscher Stummfilm aus dem Jahr 1926 von Martin Berger. Der justizkritische Aufklärungsfilm bzw. „Tendenzfilm“ behandelt in melodramatischer Form die Problematik des Schwangerschaftsabbruchs, insbesondere die Strafbarkeit (nach § 218).[4]

Filmdaten
OriginaltitelKreuzzug des Weibes
1926 circa Lipót Sátori (Atelier Georg Pollak) Plakat, Kreuzzug des Weibes, Papier- u. Blechdruckindustrie, Wien.jpg
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1926
Länge120[1] oder
59[2] Minuten
AltersfreigabeFSK unbekannt
24. September 1926, Jugendverbot
26. September 1926, B.13759, Jugendverbot
5. Januar 1927, O.01075, Jugendverbot[3]
Stab
RegieMartin Berger
DrehbuchDosio Kofler
Martin Berger
ProduktionArthur Ziehm
Internationale Film Exchange (Berlin)
MusikFriedrich Hollaender
KameraSophus Wangøe
Adolf Otto Weitzenberg
Besetzung

HandlungBearbeiten

Eine Frau aus armen Arbeiterverhältnissen will ihr fünftes Kind abtreiben, was der Arzt jedoch verweigert, weil es illegal ist. Die Frau stirbt darauf bei dem Versuch, die Abtreibung selbst vorzunehmen. Als der Ehemann durch den Staatsanwalt festgenommen wird, bleiben die vier Kinder allein und mittellos. Nachdem die Verlobte des Staatsanwalts, eine Lehrerin, vom Sohn der Portierfrau vergewaltigt worden ist, nimmt der Arzt nun doch eine Abtreibung vor. Er konfrontiert den Staatsanwalt damit, der daraufhin seinen Dienst aus Gewissensgründen quittiert.[5]

RezeptionBearbeiten

Der Film wurde am 1. Oktober 1926 im Berliner Alhambra uraufgeführt. Er erhielt mehrfach Jugendverbot. Insbesondere Maly Delschaft konnte in der Rolle der Verlobten brillieren.[6]

BelegeBearbeiten

  1. https://abortionfilms.org/de/show/3442/kreuzzug-des-weibes-die-tragodie-des-144/
  2. http://cinepolitics.blogsport.eu/2010/02/26/geschichte-der-abtreibung-im-film-kreuzzug-des-weibes-1926/ Die 59 Minuten beziehen sich vermutlich auf die durch Ursula von Keitz rekonstruierte Form, siehe Cornelie Usborne: Cultures of Abortion in Weimar Germany, Berghahn Books 2007, S. 262
  3. https://www.filmportal.de/node/21131/material/1236926 Zensurentscheidung. Alle Verbotsangaben nach Filmportal
  4. https://abortionfilms.org/de/show/3442/kreuzzug-des-weibes-die-tragodie-des-144/ und https://www.filmportal.de/film/kreuzzug-des-weibes_863580a971f24e50950bae20f0c08dad
  5. https://www.filmportal.de/film/kreuzzug-des-weibes_863580a971f24e50950bae20f0c08dad
  6. Vergleiche Kritik im Film-Kurier vom 5. Juli 1927, zitiert bei http://www.cinegraph.de/lexikon/Delschaft_Maly/biografie.html

WeblinksBearbeiten