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Richard Schwarzkopf

deutscher Graphiker, Illustrator, Holzschneider

Richard Schwarzkopf (* 31. Januar 1893 in Bonn; † 1963 in Düsseldorf) war ein in Düsseldorf und Altdorf tätiger deutscher Graphiker, Illustrator und Holzschneider.

Leben und KarriereBearbeiten

Richard Schwarzkopf studierte bei Fritz Helmuth Ehmcke an der Kunstgewerbeschule Düsseldorf und war ab 1919 Mitglied der Künstlervereinigung Das Junge Rheinland, die von den Nationalsozialisten aufgelöst wurde.

In den zwanziger Jahren war Richard Schwarzkopf ein begehrter Illustrator im deutschen expressionistischen Art-déco Stil. Er gestaltete unter anderem die Umschlagseite der Monatszeitschrift des Verbandes deutscher Reklamefachleute e.V. „Die Reklame“, (Heft 1, Januar 1927) als auch die Umschlagseite der gleichen Zeitschrift 1925 (Messeheft April 1925). Für die Stadt Düsseldorf gestaltete er zahlreiche Werbemittel.

Auf Empfehlung der NSDAP wurde er 1933 außerordentlicher Lehrer für angewandte Grafik an der Kunstakademie Düsseldorf, 1937 wurde er Führer des NS-Dozentenbundes an der Akademie. 1938 wurde der als linientreu geltende Schwarzkopf als Nachfolger von Otto Ackermann Vorsitzender der Künstlervereinigung Malkasten. Als Stellvertreter unterstützte ihn Erich von Perfall. Mit dem Ende der Naziherrschaft 1945 verlor er alle Ämter. 1956 wurde er erneut zum Vorsitzenden des Malkastens gewählt.

1934 entwarf Richard Schwarzkopf das Wappen für die Stadt Rheinhausen und 1935 für den Altkreis Schleiden. Ab 1936 entwarf der Propagandaplakate für die NSDAP und unter anderem die Holzschnittfolge „Deutsche Passion“, welche den Kampf der SA in der Form eines Totentanzes darstellte.

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