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Regine Deutsch

deutsche Politikerin (DDP) und Autorin

Regine Deutsch, auch Regina Deutsch, geb. Lion, (* 1. März 1860 in Berlin; † nach 1935) war eine deutsche Politikerin und Autorin.

LebenBearbeiten

Regine Deutsch entstammt einem jüdischen Elternhaus. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg war sie in der Frauenbewegung aktiv, später wurde sie eine der Führerinnen dieser Bewegung, beispielsweise als Vorsitzende des preußischen Landesverbandes vom Verein für Frauenwahlrecht oder als Delegierte bei internationalen Kongressen des Weltbundes für das Frauenstimmrecht (engl. International Woman Suffrage Alliance, IWSA).

Nach dem Krieg trat sie in die liberale DDP ein und wurde für diese Partei in die Berliner Stadtverordnetenversammlung gewählt. Später war sie auch Mitglied des Reichsfrauenausschusses der nationalliberalen DVP. In den Zwanziger Jahren veröffentlichte sie mehrere Schriften über die parlamentarische Arbeit von Frauen. Daneben war sie Redakteurin der Zeitungen Ernstes Wollen und Deutsche Kultur. 1935 wurde sie aus der Reichsschrifttumskammer ausgeschlossen, was einem Berufsverbot gleichkam. Danach verlieren sich ihre Spuren; ihr weiteres Schicksal ist unbekannt.

Schriften (Auswahl)Bearbeiten

 
Übersetzerin
als Autorin
  • Die politische Tat der Frau. aus der Nationalversammlung. F. A. Perthes, Gotha 1920.
  • Parlamentarische Frauenarbeit. Perthes, Gotha
  1. Aus dem ersten Reichstag der Republik. 2. Aufl. 1924.
  2. Zwei Jahre parlamentarischer Frauenarbeit. 3. Aufl. 1925.
  • Funfundzwanzig Jahre Weltbund fur Frauenstimmrecht. 1904 bis 1929. F. A. Herbig, Berlin 1929.
als Herausgeberin
  • Zur Krise im Bund für Mutterschutz Berlin 1910.
als Übersetzerin
  • Ramsay MacDonald: Margaret Ethel Macdonald. Ein Lebensbild. 3. Aufl. Herbig, Berlin 1925.
  • Margaret Sanger: Die neue Mutterschaft. Geburtenregelung als Kulturproblem („The new motherhood“). Sibyllenverlag, Dresden 1927.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten