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Ralf Busch (* 1. Juni 1942 in Berlin) ist ein deutscher Kunsthistoriker, Museumsfachmann, Senatsdirektor und Autor zu kulturellen Themen.

Leben und WirkenBearbeiten

Busch studierte von 1965 bis 1974 Ur- und Frühgeschichte, Kunstgeschichte, Volkskunde und Anthropologie an der Georg-August-Universität Göttingen und an der Universität Wien.

Bereits während seines Studiums wurde er ab 1967 Archivar und Ortsheimatpfleger von Bovenden. Seit 1970 baute er am Städtischen Museum Göttingen die Sammlung zur Ur- und Frühgeschichte neu auf. 1971 wurde Busch zum Bodendenkmalpfleger für den Landkreis Göttingen ernannt. Nach seiner Promotion 1973 über Die spätbronzezeitliche Siedlung an der Walkemühle in Göttingen[1] an der Göttinger Universität war er als Kustos und Oberkustos der Abteilung Archäologie am Braunschweigischen Landesmuseum beschäftigt.

Seit 1987 wirkte Busch als Direktor des Archäologischen Museums Hamburg, dessen Leitung er bis zum Jahr 2001 innehatte. Danach bekleidete er die Funktion des wissenschaftlichen leitenden Direktors der Senatskanzlei der Freien und Hansestadt Hamburg. Seit dem Eintritt in den Ruhestand betreut er im Bomann-Museum in Celle die Gemäldesammlung und betätigt sich als Kurator für kulturhistorische Ausstellungsprojekte.

Zudem nahm und nimm Ralf Busch zahlreiche weitere Funktionen wahr, etwa als Gründungspräsident der Euro-Mediterranean-Arab Association und im Vorstand der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg. Von 1977 bis 1978 war er Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte (DGUF).

Als Autor legte Busch zahlreiche Werke und Abhandlungen zur Kunstgeschichte und Archäologie vor. Daneben beschäftigte er sich auch mit Fragen der Literatur und veröffentlichte eine Dokumentation über den Schriftsteller Carl Heinz Kurz.[2]

Ein besonderes Anliegen ist Ralf Busch die Geschichte der Juden in Deutschland, worüber er zahlreiche Veröffentlichungen vorlegte und was in seiner musealen Tätigkeit einen hohen Stellenwert einnahm.[3]

Werke (Auswahl)Bearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Veröffentlicht zwei Jahre später als Ralf Busch: Die spätbronzezeitliche Siedlung an der Walkemühle in Göttingen. Neumünster: Wachholtz 1975 (ISBN 978-3-529-01516-8)
  2. Ralf Busch: Carl Heinz Kurz. Schriftsteller in Rauschenwasser. Eine Dokumentation. Frankfurt am Main: Verlag Das Viergespann 1974
  3. Vgl. dazu Ralf Busch: „20 Jahre Arbeitsgemeinschaft jüdischer Sammlungen in Deutschland. Über ihr Entstehen und die Frühzeit.“ In: Aschkenas 6, 1996, Heft 1, S. 287–293