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Rafael Sánchez Ferlosio

spanischer Schriftsteller
Rafael Sánchez Ferlosio

Rafael Sánchez Ferlosio (* 4. Dezember 1927 in Rom; † 1. April 2019 in Madrid) war ein spanischer Schriftsteller.

LebenBearbeiten

In den 1950er Jahren wurde Sánchez Ferlosio über die spanischen Grenzen hinweg bekannt. Zwei seiner Romane machten ihn damals berühmt. Sein erster Roman war 1951 Industrias y andanzas de Alfanhuí. Dieses Buch erschien 1959 auch auf Deutsch unter dem Titel Abenteuer und Wanderungen des Alfanhuí[1] und brachte ihm sofort die Anerkennung der Fachwelt ein. Mit El Jarama, seinem zweiten Roman aus dem Jahr 1955, wurde er weltbekannt. Für diesen Roman, der 1960 auf Deutsch unter dem Titel Am Jarama erschien, bekam Ferlosio den angesehenen Nadal-Literaturpreis. Weiterhin schrieb er zahlreiche Erzählungen, Essays, Gedichte und Zeitungskolumnen.

Sánchez Ferlosio war mit der Schriftstellerin Carmen Martín Gaite verheiratet. Nach ihrem Tod im Jahr 2000 zog er sich weitgehend zurück und arbeitete später in Madrid. Im Jahr 2003 machte er nochmals Schlagzeilen, als er öffentlich mit scharfen Worten die Invasion der US-geführten Streitkräfte im Irak verurteilte.

Überraschend für die Fachwelt wurde Sánchez Ferlosio im Dezember 2004 mit dem Cervantespreis ausgezeichnet. Vor der Wahl hatte Sánchez Ferlosio nicht zu den Favoriten für den Preis gehört.

LiteraturBearbeiten

  • Alberto Gill, Hans Scherer: Physis und Fiktion. Kommunikative Prozesse und ihr literarisches Vorbild in "El Jamara". Reihe: Problemata Semiotica, 3. Kassel 1984

WeblinksBearbeiten

NotizenBearbeiten

  1. Übers. Helmut Frielinghaus. Neuaufl. Insel Verlag 2004