Der Quai de Conti (umgangssprachlich «quai Conti») ist eine Straße am linken Ufer der Seine in Paris.

Quai de Conti
Quai und Hafen Conti
Quai und Hafen Conti

Lage
Arrondissement 6.
Viertel Monnaie
Beginn Pont Neuf
2, rue Dauphine
Ende Pont des Arts
Place de l'Institut
Morphologie
Länge 307 m
Breite 22 m
Geschichte
Entstehung 1655
Ursprungsnamen Quai de Nesle
quai Guénégaud
quai Conti
quai de la Monnaie
Kodierung
Paris 2297

NamensursprungBearbeiten

Der Quai de Conti wurde zwischen den 5. November 1655 und dem 10. Juli 1662 gebaut, zwischen 1851 und 1853 renoviert und erweitert. Er hat seinen Namen vom Hôtel de Conti, das hier seinen Haupteingang hatte. An seiner Stelle wurde 1771 das Hôtel de la Monnaie (heute Monnaie de Paris) errichtet.

LageBearbeiten

Der Quai de Conti beginnt an der Rue Dauphine 2 und dem Pont Neuf, läuft entlang des Quartier de la Monnaie im 6. Arrondissement sowie des Place de l’Institut (hier befindet sich das Institut de France und gegenüber die Pont des Arts) und endet nach 360 Metern an der westlichen Ecke des Institut de France bzw. der Rue de Seine, wo der Quai Malaquais beginnt. Er ist in Ost–West–Richtung Einbahnstraße.

Entlang des Quais verkehren die Linienbusse der RATP 24, 27, 58, 70.

GeschichteBearbeiten

Der Quai de Conti wurde im Jahr 1313 als erste Uferbefestigung in Paris (gemeinsam mit dem Quai des Grands Augustins) angelegt. Er trug anfangs den Namen Quai de Nesle (wegen der Nähe zum Tour de Nesle), das hier stand, später Quai Guénégaud (nach dem Hôtel de Guénégaud) und Quai Conti (nach dem Hôtel de Conti, das hier seinen Haupteingang hatte). 1781 wurde er in Quai de la Monnaie umbenannt und 1792 in Quai de l’Unité. Der Teil westlich des Palais de l’Institut wurde auch Quai des Quatre Nations genannt.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Nr. 1: Unter dem Torbogen führt die Rue de Nevers durch.

In der LiteraturBearbeiten

In dem Roman von Marcel Proust Auf der Suche nach der verlorenen Zeit liegt der Salon von Madame Verdurin am Quai de Conti.

GalerieBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Quai de Conti – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweisBearbeiten

  1. www.pop.culture.gouv.fr/, Base Mérimée, Ministerium für Kultur
  2. Emily Barnett, «Modiano fait du data», Vanity Fair, Nr. 52, November 2017, S. 44

Koordinaten: 48° 51′ 25,6″ N, 2° 20′ 17,4″ O