Popeyes Louisiana Kitchen

Schnellrestaurantkette

Popeyes Louisiana Kitchen, oft auch nur Popeyes genannt, ist eine Schnellrestaurantkette, die überwiegend Geflügelprodukte, Spezialitäten der Cajun-Küche und amerikanische Biscuits anbietet. Frühere Namen der Kette waren Popeyes Chicken & Biscuits[1] und Popeyes Famous Fried Chicken & Biscuits. Laut einer Pressemeldung des Unternehmens vom 29. Juni 2007 ist Popeyes mit 1800 Filialen die zweitgrößte Hühnchenschnellrestaurantkette (gemessen an der Zahl). Church’s Chicken (1700 Restaurants) und Chick-fil-A (ca. 1600 Restaurants) sind von der Größenordnung etwa vergleichbar, nur der Marktführer Kentucky Fried Chicken ist signifikant größer. Popeyes ist in mehr als 40 Staaten der USA und 20 Ländern weltweit vertreten und gehörte von 1993 bis 2017 zu AFC Enterprises. Heute ist Popeyes ein Tochterunternehmen von Restaurant Brands International, zu dem auch die Schnellrestaurantkette Burger King gehört.

Popeyes Louisiana Kitchen

Logo
Rechtsform Tochtergesellschaft
Gründung 12. Juni 1972
Sitz Sandy Springs, Georgia
Leitung Al Copeland
Branche Systemgastronomie
Website www.popeyes.com

Popeyes-Filiale in Houston, Texas, USA

GeschichteBearbeiten

1972 eröffnete Al Copeland das erste Restaurant in Arabi, einem Stadtteil von New Orleans, unter dem Namen “Chicken on the Run”. Laut der offiziellen Website[2] verkaufte das Geschäft traditionelles, mild gebratenes Hühnchen. Allerdings lief das Geschäft so schlecht, dass das Team auf die Idee kam, eine schärfere und würzigere Variante als ihr normales Hühnchengericht zu verkaufen, wollten sie dem geschmackssuchenden New-Orleans-Bürger etwas bieten.

1976 begann Copeland, innerhalb von 10 Jahren über 500 Filialen zu schaffen. Später breitete sich die Kette in Texas und den umliegenden Staaten durch B. P. Newman aus; dazu kam die weltweite Expansion ab 1984.

1993 wurde die inzwischen große Kette von AFC Enterprises übernommen.

Am 23. März 2008 starb Gründer Copeland an einem bösartigen Speicheldrüsentumor.

2017 wurde Popeyes von Restaurant Brands International übernommen.

VerbreitungBearbeiten

Die globale Expansion begann 1984 mit der Ausbreitung in Kanada und ging von dort in alle Welt. Heutzutage gibt es Filialen in 21 Ländern, allen voran die USA mit den meisten Filialen als Gründungsstaat, danach Länder wie China, Türkei, die Vereinigten Arabischen Emirate, Mexiko, Japan, Jamaika, Südkorea, Malaysia, Singapur, Suriname, Schweiz und andere.

Popeyes betreibt Filialen in Deutschland, jedoch sind diese nur für Angehörige des US-Militärs zugänglich, wie zum Beispiel der US Base in Wiesbaden.

Im März 2020 gab die Schweizer Franchisenehmerin BKTL bekannt, einige der von der Genossenschaft Migros Ostschweiz übernommenen Chickeria-Filialien in Filialen der Popeyes umzuwandeln.[3]

Am 16. November 2020 wurde in Zürich Oerlikon die erste Popeyes Filiale der Schweiz eröffnet.[4] Die zweite Filiale wurde am 18. Dezember in Pfäffikon ZH eröffnet.[5]

NameBearbeiten

Copeland stellte klar, dass der Name der Kette nicht von dem Cartoon-Seemann Popeye stamme, sondern vom fiktiven Detektiv Jimmy „Popeye“ Doyle aus dem Film French Connection – Brennpunkt Brooklyn. Außerdem sei er „zu arm“ gewesen, gemäß der englischen Grammatik nach Popeye einen Apostroph zu setzen. Wegen der Wortnahheit zum Seemann Popeye bemühte sich Popeyes um die Rechte zur Figur, um damit Werbung betreiben zu können. Diese bekam Popeyes zugesprochen, nachdem es den Namen Popeyes Chicken and Biscuits 1997 erfolgreich registrieren konnte.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. About Popeyes® (Memento vom 4. Oktober 2012 im Internet Archive)
  2. Über die Geschichte von Popeye (Memento vom 12. Mai 2010 im Internet Archive)
  3. Migros Ostschweiz verkauft 12 Chickerias – Restaurants werden zu Burger Kings oder Popeyes. Abgerufen am 2. März 2020.
  4. Am Mittag wurde die Fast-Food-Schlange richtig lang. 17. November 2020, abgerufen am 17. November 2020.
  5. Popeyes-Filiale öffnet in Pfäffikon. Abgerufen am 8. Januar 2021.