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Die Plimpton Tontafel

Anfang des 19. Jahrhunderts wurden annähernd eine halbe Million Tontafeln der Babylonier ausgegraben, ca. 400 dieser Tafeln beschäftigen sich dabei mit Mathematik. Die bekannteste dieser Tafeln befindet sich heute in der G.A. Plimpton Collection der Columbia University und trägt die Nummer 322.

Die Tafel wurde zwischen 1800 v. Chr. und 1650 v. Chr. erstellt und enthält eine Tabelle mit vier Spalten und 15 Zeilen gefüllt mit den babylonischen Zahlenzeichen ihrer Keilschrift (siehe babylonische Mathematik und Sexagesimalsystem). 1945 fand der Forscher Otto Neugebauer heraus, dass es sich dabei um pythagoreische Tripel handelt, was bedeutet, dass die Babylonier bereits 1000 Jahre vor Pythagoras die Bedeutung dieser Zahlen kannten.

Obwohl die Bedeutung der Tafel bereits länger bekannt ist, liegt ihr Nutzen im Ungewissen.

Eine Vermutung von Eleanor Robson von der University of Oxford besagt, dass Lehrer mit Hilfe der Tafel leicht neue Aufgaben für ihre Schüler schreiben konnten, ohne sie jedes Mal nachrechnen zu müssen.[1]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Eleanor Robson: Neither Sherlock Holmes nor Babylon. A reassessment of Plimpton 322. In: Historia Mathematica 28 (2001), S. 167.206. – Eleanor Robson: Words and pictures. New light on Plimpton 322. In: The American Mathematical Monthly 109 (2002), S. 105–120.