Philipp Friedrich Weiß (Rechtswissenschaftler)

deutscher Rechtsgelehrter und Hochschulprofessor

Philipp Friedrich Weiß (* 15. April 1766 in Darmstadt; † 23. November 1808 in Marburg) war ein deutscher Rechtsgelehrter und Hochschulprofessor.

LebenBearbeiten

Weiß studierte die Rechtswissenschaften an der Universität Gießen bei den Professoren Koch und Höpfner. 1789 wurde er an der Philipps-Universität Marburg zum außerordentlichen Professor habilitiert, 1798 stieg er zum ordentlichen Professor auf. Von den wenigen Schriften Weiß’ sind noch weniger erhalten geblieben. Bekannt ist heute noch seine Historiae Novellarum literariae Particula I periodum antehaloandrinam complexa aus dem Jahr 1800, die sich durch „eine außergewöhnliche, liebevolle Beschäftigung mit der mittelalterlichen Rechtswissenschaft“ auszeichnet.[1]

Der wohl bekannteste der Studenten, die Weiß in Marburg lehrte, ist Friedrich Carl von Savigny, über den sich Weiß am 1. September 1797 wie folgt äußerte:

„Er hat so viele Beweise seiner ausgezeichneten Talente, scharfen Beurteilungskraft und gründlichen Kenntnisse im Römischen Recht gegeben, daß ich ihn für den vorzüglichsten unter allen meinen Zuhörern während meines akademischen Lehramts zu erklären kein Bedenken trage.“

Philipp Friedrich Weiß[2]

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ernst Landsberg: Weiß, Philipp Friedrich. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 41, Duncker & Humblot, Leipzig 1896, S. 581 f.
  2. Wilhelm Schoof: Friedrich Karl von Savigny in Berlin – ein Lebens- und Zeitbild. In: Walter Hoffmann-Axthelm/Walther G. Oschilewski (Hrsg.): Der Bär von Berlin: Jahrbuch des Vereins für die Geschichte Berlins. Band 21, 1972, S. 7.