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Peter Trapp

deutscher Politiker, MdA

Peter Trapp (* 20. Juni 1947 in Berlin) ist ein Berliner Politiker (CDU). Er ist Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin.

Inhaltsverzeichnis

Leben und StudiumBearbeiten

Peter Trapp besuchte nach der Realschule die Fachoberschule und absolvierte im Anschluss von 1963 bis 1966 eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Von 1966 bis 1968 war er kaufmännischer Angestellter bei der Siemens AG.

1968 wechselte er in den Staatsdienst und wurde Polizeibeamter. Seit 1971 arbeitete er bei der Kriminalpolizei in Berlin. Während dieser Zeit folgte ein Studium an der Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege, das er 1981 als Diplom-Verwaltungswirt (FH) beendete. Seit 1989 ist er zudem als Personalrat bei der Direktion 2 und seit 1997 Vorsitzender des Gesamtpersonalrats bei der Berliner Polizei tätig. Im Oktober 1999 ging er in den Ruhestand.

PolitikBearbeiten

Peter Trapp trat 1987 der CDU bei und ist Mitglied im Ortsverband Klosterfelde (Bezirk Spandau) und Vorsitzender des Polizeiarbeitskreises der Berliner CDU.

Seit November 1999 vertritt Peter Trapp den Wahlkreis Spandau 5 mit den Ortsteilen Pichelsdorf, Gatow, Kladow und südliche Wilhelmstadt im Abgeordnetenhaus von Berlin. Er ist dort Vorsitzender im Ausschuss für Inneres, Sicherheit und Ordnung, zudem einfaches Mitglied in dessen Unterausschuss Datenschutz und Informationsfreiheit. Bei der Wahl 2006 erlangte er mit 42,3 % der Stimmen im Wahlkreis Spandau 5 ein Direktmandat für das Abgeordnetenhaus.

AnsichtenBearbeiten

Bundesweite Aufmerksamkeit erregte Trapp mit der Forderung, bei Zuwanderern mehr auf den Nutzen für Deutschland zu schauen: „Wir müssen bei der Zuwanderung Kriterien festlegen, die unserm Staat wirklich nützen. Maßstab muss außer einer guten Berufsausbildung und fachlichen Qualifikation auch die Intelligenz sein. Ich bin für Intelligenztests bei Einwanderern.“

Trapp erntete für seine Forderungen breite Kritik. Der Regierungssprecher Christoph Steegmans (FDP) bezeichnete die Idee als „abwegig“ und „auch nicht von besonderer Intelligenz geprägt“. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), sprach von einem „abwegigen und diskriminierenden Vorschlag“. Der Vorstoß zeuge von einem diskriminierenden Menschenbild und werfe ein „abschreckendes Licht“ auf Gedanken einzelner Politiker, äußerte sich Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD).[1]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Spiegel Online (vom 28. Juni 2010; Abgerufen am 28. Juni 2010)