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Ferrocarril del Sur (Peru)

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PeruRail Zug von Cuzco vor der Station La Raya

Die Peruanische Südbahn, spanisch Ferrocarril del Sur ist eine von PeruRail betriebene Bahnstrecke in Peru, die die Regionen Cusco und Puno mit der Pazifikküste verbindet. Im Bahnhof Crucero Alto zwischen Arequipa und Puno erreicht sie eine Höhe von 4.470 m ü. M., am Pass La Raya zwischen Juliaca und Cusco 4.314 m ü. M.

Das StreckennetzBearbeiten

Die Peruanische Südbahn führt in Normalspur (insgesamt 915 km) vom Pazifikhafen Matarani bei Mollendo über Arequipa nach Juliaca, wo sie sich teilt. Der östliche Streckenzweig führt nach Puno am Titicaca-See und der westliche nach Cusco, von wo aus eine Schmalspurstrecke weiter nach Quillabamba führt.

GeschichteBearbeiten

Die Bahnstrecke wurde ursprünglich gebaut, um Agrarprodukte aus dem Raum Cusco an die Küste zu transportieren. Die Verbindung von Matarani nach Juliaca wurde von dem deutschen Ingenieur Friedrich Blume trassiert,[1] die Strecke wurde 1870 in Betrieb genommen. 1908 folgte die Anbindung von Cusco.

Von Puno gab es über den Titicaca-See nach Bolivien einen Eisenbahnfährverkehr, der jedoch inzwischen eingestellt ist.

Heute findet insbesondere auf den Relationen CuscoMachu PicchuQuillabamba (Schmalspur) und Cusco–La RayaJuliacaPuno (Normalspur) Touristenverkehr statt.

Cusco–Machupicchu–QuillabambaBearbeiten

  • Streckenlänge 185 km
  • Spurweite 914 mm

Vom Bahnhof Cusco (Estación San Pedro) aus führt diese Strecke zur prähistorischen Inka-Siedlung Machu Picchu. Der Bau der Strecke wurde 1913 begonnen. 1928 wurde das von Cusco 110 km entfernte Aguas Calientes erreicht. Die Talstation Machupicchu wurde 1948 und die heutige Endstation Quillabamba 1978 erreicht. Der höchste Punkt der Strecke befindet sich auf 3.678 m ü. M.

Derzeit verkehren täglich drei Touristenzüge und ein Lokalzug. Der Abschnitt Aguas Calientes–Quillabamba wird seit einem Erdrutsch zwischen den Stationen Machupicchu und Sta. Teresa 1982 nicht mehr befahren, lediglich bis an ein 15 km entferntes Kraftwerk fahren im Normalbetrieb einige Züge. Ein Luxuszug von Cusco nach Aguas Calientes trägt den Namen Hiram Bingham. Dieser wird von der auf den Bahamas registrierten Orient-Express Hotels Ltd. betrieben, die weltweit Luxushotels und luxuriös ausgestattete Touristikzüge betreibt.[2]

Cusco–La Raya–Juliaca–PunoBearbeiten

  • Streckenlänge 380 km
  • Spurweite 1435 mm

Diese Strecke beginnt im zweiten Bahnhof von Cusco, der Estacion del Sur Wanchaq. Für Überführungsfahrten sind die beiden Bahnhöfe von Cusco mit einem Dreischienengleis durch das Stadtgebiet verbunden. Die Betreibergesellschaft PeruRail verfügt über zwei Touristenzüge, die an drei Tagen je Woche verkehren. Ihr höchstgelegener Bahnhof La Raya am gleichnamigen Pass liegt 4314 m ü. M.

BildergalerieBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Georg Petersen, Hartmut Fröschle: Die Deutschen in Peru. In: Hartmut Fröschle (Hg.): Die Deutschen in Lateinamerika. Schicksal und Leistung. Erdmann, Tübingen 1979, ISBN 3-7711-0293-6, S. 696–741, hier S. 709.
  2. Orient-Express Investor relations, Corporate Overview (abgerufen am 24. Juli 2012)