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Paul Schultheiss (* 17. August 1893 in Sonthofen; † 26. Mai 1944 nahe Bayerisch Eisenstein) war ein deutscher Generalleutnant der Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg.

LebenBearbeiten

Schultheiss trat am 3. Juli 1912 in das Kaiserliche Heer ein und diente in der Infanterie. Nachdem er am 25. Februar 1914 zum Leutnant befördert wurde, zog er in den Ersten Weltkrieg. Am 18. April 1917, er war inzwischen zur Fliegertruppe gewechselt, erhielt er die Beförderung zum Oberleutnant.

Nach Kriegsende gab es keine Fliegertruppe mehr und er wechselte in die Reichswehr zur Kavallerie. Dort erreichte ihn am 1. November 1924 die Beförderung zum Rittmeister. Am 15. Juli 1931 übernahm er das Amt eines Referenten im Luftschutzamt des Reichswehrministeriums (RWM).

Später übernahm er eine Abteilung im RWM verbunden mit der Beförderung zum Major am 1. Februar 1934. Am 1. April 1934 übernahm er die I. Gruppe des Kampfgeschwaders 152 als Gruppenkommandeur. Zu diesem Zeitpunkt existierte noch keine offizielle Luftwaffe da dies dem Deutschen Reich aufgrund des Versailler Vertrages verboten war. Aufgrund dessen erhielt seine Dienststelle die Tarnbezeichnung Verkehrsinspektion der DLH. Am 1. Oktober 1934 wechselte er ins Reichsluftfahrtministerium (RLM) als Offizier z. b. V., bevor er am 1. Januar 1935 Luftattaché in der deutschen Botschaft in Ungarn in Budapest wurde. Dort erfolgte am 1. Januar 1936 die Beförderung zum Oberstleutnant und am 1. April 1938 zum Oberst. Zum 1. Juni 1938 ging er wieder ins RLM zurück, bevor er am 1. Oktober 1938 vorübergehend Aufgaben im Stab des Kampfgeschwaders 158. Danach ging er am 1. Februar 1939 erneut ins RLM und übernahm die Aufgabe eines Inspekteurs der Sturzkampfflieger. Vom 1. Mai 1939 übernahm er zusätzlich als Geschwaderkommodore das Kampfgeschwader 76 und führte es im Polenfeldzug. Das Geschwader, das mit der zweimotorigen Dornier Do 17 ausgestattet war, unterstand der Luftflotte 4 im Südabschnitt der Front. Diese Aufgabe endete am 15. November 1939 und er kehrte auf seinen Posten im RLM zurück, bis er am 30. Januar 1940 Inspekteur der Kampf- und Stukaflieger-Schulen wurde. Am 22. Oktober 1940 übernahm er das Amt eines Höheren Kommandeurs der Stukaflieger-Schulen, wo er am 1. Januar 1941 zum Generalmajor befördert wurde. Danach war er 1942 Kommandeur Höheres Flieger-Ausbildungs-Kommando 4 und am 1. Januar 1943 erreichte ihn seine Beförderung zum Generalleutnant. Am 15. März 1943 ging er zurück ins RLM als Inspekteur des Erziehungs- und Bildungswesens der Luftwaffe und danach als Höherer Kommandeur der Luftkriegsschulen. Er verstarb am 26. Mai 1944 infolge eines Unfalls nahe Bayerisch-Eisenstein.

WeblinksBearbeiten