Patrick Ekeng

kamerunischer Fußballspieler

Patrick Claude Ekeng Ekeng (* 26. März 1990 in Yaoundé; † 6. Mai 2016 in Bukarest, Rumänien[1]) war ein kamerunischer Fußballspieler.

Patrick Ekeng
Lausanne Sport vs FC Sion - Avril 2014 - Patrick Ekeng.jpg
Patrick Ekeng (2014)
Personalia
Name Patrick Claude Ekeng Ekeng
Geburtstag 26. März 1990
Geburtsort YaoundéKamerun
Sterbedatum 6. Mai 2016
Sterbeort BukarestRumänien
Größe 180 cm
Position Defensives Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
2006–2008 Canon Yaoundé
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2008–2009 Canon Yaoundé
2009–2013 Le Mans FC 35 (1)
2011 → AF Rodez (Leihe) 13 (0)
2013–2014 FC Lausanne-Sport 28 (2)
2014–2015 FC Córdoba 14 (1)
2015–2016 Dinamo Bukarest 10 (0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
2009–2010 Kamerun U20 10 (1)
2015–2016 Kamerun 2 (0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

WerdegangBearbeiten

Ekeng begann seine Fußball-Laufbahn 2006 im Alter von 16 Jahren beim Verein seiner Heimatstadt Canon Yaoundé, bei dem er auch 2008 seinen ersten Vertrag als Profi erhielt. 2009 wechselte er nach Frankreich zum Le Mans FC,[2] wo er bis 2013 unter Vertrag stand. 2011 wurde er für ein halbes Jahr an AF Rodez verliehen.[3] 2013 wechselte er nach 35 Spielen und einem Tor für Le Mans zum FC Lausanne-Sport, wo er in einer Saison 28 Spiele absolvierte und zwei Tore schoss. Im Anschluss daran wechselte er zum FC Córdoba. Seit 2015 war er bei Dinamo Bukarest unter Vertrag. Im Halbfinale des rumänischen Pokals Ende April 2016 schoss er sein erstes Tor für den Verein.[4]

Sein internationales Debüt gab Ekeng 2009 bei der U-20-Fußball-Weltmeisterschaft 2009 in Ägypten, bei der er mit der U-20-Nationalmannschaft bereits in der Vorrunde ausschied. 2015 gab er sein Debüt in der A-Nationalmannschaft. Zudem war er auch für die Fußball-Afrikameisterschaft 2015 im Kader vorgesehen, musste aber verletzungsbedingt passen.

Ekeng brach am 6. Mai 2016 in der 70. Minute[4] des Ligaspiels gegen FC Constanța sieben Minuten nach seiner Einwechslung nach einem Herzinfarkt[5] zusammen.[1] Trotz mehr als einstündiger Wiederbelebungsversuche starb Ekeng wenig später in der Klinik. Noch am Abend seines Todes wurde bekannt, dass Ekeng an Herzbeschwerden gelitten haben soll.[6] Ekeng ist, nach Cătălin Hâldan im Jahr 2000, der zweite Spieler Dinamo Bukarests, der während eines Spiels zusammengebrochen und gestorben ist.[4] Aufgrund möglicher schwerer Versäumnisse bei der ärztlichen Versorgung Ekengs vor seiner Einlieferung in das Krankenhaus nahm die rumänische Polizei Ermittlungen auf.[7] Am 11. Mai 2016 wurde nach der Obduktion des Kameruners bekannt, dass Ekeng an mehreren Fehlbildungen am Herzen litt. Ob dies auch die Ursache für den Herztod gewesen ist, ist jedoch nicht klar.[8]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Siebenfacher Nationalspieler aus Kamerun: Patrick Ekeng stirbt nach Kollaps während Ligaspiel. In: Focus Online. 6. Mai 2016, abgerufen am 6. Mai 2016.
  2. Transfert Le Mans : Ekeng Ekeng pour 3 ans. (Nicht mehr online verfügbar.) In: top-news.fr. Archiviert vom Original am 28. Juli 2014; abgerufen am 7. Mai 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/top-news.fr
  3. Le Mans FC. Ekeng-Ekeng prêté à Rodez. In: ouest-france.fr. 6. Mai 2016, abgerufen am 7. Mai 2016 (französisch).
  4. a b c Guardian sport: Dinamo Bucharest’s Patrick Ekeng dies after collapsing on pitch. In: theguardian.com. 6. Mai 2016, abgerufen am 7. Mai 2016.
  5. Patrick Ekeng: Dinamo Bucharest and Cameroon midfielder dies after on-pitch collapse. In: bbc.co.uk. Abgerufen am 7. Mai 2016 (englisch).
  6. Décès de Patrick Ekeng, victime d'un malaise cardiaque en plein match. In: lequipe.fr. 6. Mai 2016, abgerufen am 6. Mai 2016 (französisch).
  7. Während Ekeng mit dem Tode kämpfte, rauchte Frau Doktor. In: Berliner Morgenpost. 7. Mai 2016, archiviert vom Original am 14. August 2016;.
  8. Tod auf dem Fußballplatz: Ekeng litt bereits unter Herzbeschwerden. In: Spiegel Online. 11. Mai 2016, abgerufen am 14. Mai 2016.