Passante ferroviario di Milano

Bahnstrecke in der Lombardei, Italien
Passante di Milano
Strecke der Passante ferroviario di Milano
Streckenlänge:13 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Stromsystem:3 kV =
Zweigleisigkeit:durchgehend
Strecke – geradeaus
von Turin und Domodossola
S-Bahnhof
13,316 Milano Certosa
S-Bahnhalt…
12,036 Milano Villapizzone
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von Saronno
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Milano Bovisa
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9,734 Milano Lancetti
   
8,410 Milano Porta Garibaldi
   
7,322 Milano Repubblica
   
6,376 Milano Porta Venezia
   
5,063 Milano Dateo
   
3,204 Milano Porta Vittoria
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1,788 Milano Forlanini
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von Milano Lambrate und Milano Rogoredo
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0,000 Bivio Lambro
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Milano Rogoredo
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von Mailänder Gürtelbahn
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nach Genua und Bologna

Die Passante ferroviario di Milano, deutsch etwa ‚Mailänder Verbindungsbahn‘, ist die Stammstrecke der Stadtschnellbahn in Mailand. Die unterirdisch verlaufende Durchmesserlinie ist ungefähr 13 km lang und durchquert die Stadt von Nordwesten in Richtung Südosten, ohne den Bahnhof Milano Centrale anzubinden. Sie folgt ungefähr der alten oberirdisch verlaufenden Verbindungsbahn, die 1931 eingestellt wurde.[1]

VerlaufBearbeiten

Die Strecke beginnt im Nordwesten bei den Bahnhöfen Milano Bovisa und Milano Certosa. Der Ast von Bovisa verlässt viergleisig den Bahnhof und vereinigt sich bereits in Tieflage unter dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Librera Transito zu einer zweigleisigen Strecke, der Ast von Milano Certosa wird als eigene zweigleisige Strecke geführt, die auch den Bahnhof Milano Villapizzone bedient. Beide Äste vereinigen sich östlich von Milano Lancetti, dem ersten Tiefbahnhof der Strecke, der sich unter dem ehemaligen Güterbahnhof Farini nördlich der Strecke von Certosa zum Bahnhof Milano Porta Garibaldi befindet. Die Passante führt danach nach Süden unter den Gleisen zur Porta Garibaldi hindurch und hat südlich neben dem Bahnhof aus den 1960er Jahren einen zweigleisigen Tiefbahnhof mit Inselbahnsteig. Danach schwenkt die Passante in die Straßenzüge Viale della Liberazione, Viale Tunisia und Via Regina Giovanna ein, wo sich die Bahnhöfe Milano Repubblica und Milano Porta Venezia befinden. Die Passante biegt dann ungefähr 45° nach Süden in die Viale del Mille ein, wo sich der Bahnhof Milano Dateo befindet. Mit einer 90° Kurve in Richtung Osten biegt die Passante in die Lage des Bahnhofs Milano Porta Vittoria ein, wo sie unmittelbar östlich des Bahnhofs ans Tageslicht tritt. Die Strecke teilt sich hier in zwei Äste. Der nördliche führt über den Bahnhof Milano Forlanini zur Strecke Richtung Venedig, der südliche über den Bahnhof Milano Rogoredo zur Strecke in Richtung Parma und Florenz.

GeschichteBearbeiten

Mit der Eröffnung des nördlichen Teils der Gürtelbahn und des Bahnhofs Milano Centrale im Jahre 1931 ging Mailand eine direkte Verbindung der Strecken im Nordwesten mit denjenigen im Südosten verloren, weil der alte Zentralbahnhof mit der Verbindungsbahn zur Porta Vittoria aufgehoben wurde. Dieses Manko sollte durch eine neue Bahnstrecke in Tieflage beseitigt werden. Die Planung begann gegen Ende der 1960er Jahre, der Bau wurde 1984 begonnen.

Als erster Abschnitt ging am 21. Dezember 1997 die Strecke vom Bahnhof Milano Nord Bovisa der Ferrovie Nord Milano (FNM) über Lancetti, Porta Garibaldi und Repubblica bis Porta Venezia in Betrieb. Ende Mai 1999 folgte die Anbindung an die FS-Strecke bei Milano Certosa. 2002 gingen die Verlängerung der unterirdischen Strecke bis Milano Dateo und der zusätzliche Bahnhof Milano Villapizzone am Ast nach Milano Certosa in Betrieb. Im Dezember 2004 wurde die Strecke bis zum Bahnhof Milano Porta Vittoria in Betrieb genommen. Ab dem gleichen Datum erfolgte auch die Inbetriebnahme des Stadtschnellbahnnetzes mit den mit S gekennzeichneten Linien. Im Sommer 2008 erreichte die Passante den Bahnhof Milano Rogoredo,[2] wo Verbindung zur bestehenden Strecke in Richtung Bologna besteht. Zur Expo 2015 wurde im Mai 2015 die Abzweigung von Porta Vittoria über Forlanini bis zur Anbindung an die Strecke in Richtung Venedig in Betrieb genommen.

WeblinksBearbeiten

Commons: Passante – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Milano. In: Ricordi di Rotaie. Abgerufen am 2. Mai 2021 (italienisch, Abschnitt XL=21/12/1997).
  2. Storia del Passante. Abgerufen am 2. Mai 2021.