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Palais der Gräfin E. von Reichenbach in Frankfurt am Main, Architekten L. Neher und A. v. Kauffmann Frankfurt, Hauptfassade, Tafel 48, Kick Jahrgang II.jpg
Gräfin Amélie von Reichenbach-Lessonitz

Das Palais Reichenbach-Lessonitz war ein Palais an der Taunusanlage 14 in Frankfurt am Main; es wurde für die Gräfin Amélie von Reichenbach-Lessonitz (geborene Reichsfreiin Amélie Göler von Ravensburg) erbaut.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Das neobarocke Stadtpalais wurde 1891/92 von den Architekten Ludwig von Neher und Aage von Kauffmann aus Frankfurt für die verwitwete Schwiegertochter Amélie der Gräfin Emilie von Reichenbach-Lessonitz (1791–1843) als „schloßähnliches Anwesen in neobarocken Formen als Witwensitz“ errichtet. Amélies Mann Graf Wilhelm von Reichenbach-Lessonitz (* 29. Juni 1824 in Kassel; † 19. Januar 1866 in Neuchâtel), Sohn des Kurfürsten Wilhelm II. von Hessen-Kassel, war schon 25 Jahre vorher verstorben. Amélie selbst verstarb 1912. Nach ihrem Tod ging es in den Besitz der noch lebenden Tochter Pauline zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg (1858–1927) und ihres Mannes Alfred zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg über. Es wurde dann Palais Löwenstein genannt.[1]

Das Palais stand nur 53 Jahre. Es wurde während des Dritten Reichs für einen Führungsstab der SS beschlagnahmt und brannte 1944 durch Bombentreffer aus.

Im Jahr 1953 verkauften die Erben das Ruinengrundstück an die Accumulatoren-Fabrik Hagen (VARTA), die an dieser Stelle ein Bürogebäude errichtete. 1979 kaufte die Deutsche Bank das Gelände und errichtete hier ihre Zentrale, das Deutsche-Bank-Hochhaus mit den zwei markanten Doppeltürmen („Soll und Haben“). Allein die zwei steinernen Löwen aus dem Giebel erinnern bis heute am Hochhaus-Sockel an das alte Palais.[1]

LiteraturBearbeiten

  • Wilhelm Kick (Hrsg.): Moderne Neubauten. 2. Jahrgang. Stuttgarter Architektur-Verlag Kick, Stuttgart 1898.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Palais Reichenbach-Lessonitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Frankfurter Rundschau: Sonderreihe FR-Geschichte (Die Entwicklung Frankfurts zum Nachlesen - in fünf Heften): Claudia Michels: Die Wandelbare, Online, vom 26. Oktober 2010, abgerufen am 28. Januar 2016

Koordinaten: 50° 6′ 49″ N, 8° 40′ 5″ O