Hauptmenü öffnen

Ostfriesenkiller (Film)

Fernsehfilm von Sven Bohse (2017)

Ostfriesenkiller ist ein Fernsehkrimi, der auf dem gleichnamigen Bestsellerroman des Schriftstellers Klaus-Peter Wolf basiert. Der Film wurde unter der Regie von Sven Bohse realisiert und am 1. April 2017 im ZDF ausgestrahlt.

Filmdaten
OriginaltitelOstfriesenkiller
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2017
Länge89 Minuten
Stab
RegieSven Bohse
DrehbuchFlorian Schumacher
ProduktionDaniel Blum,
Simon Grohe,
Marcos Kantis,
Martin Lehwald,
Michal Pokorny
MusikJessica de Rooij
KameraHenner Besuch
SchnittJulia Karg
Besetzung

HandlungBearbeiten

Das ostfriesische Küstenstädtchen Norden wird durch eine Mordserie geschockt. Deren ersten beiden Opfer sind Ulf Speicher und Kai Uphoff. Speicher ist der Leiter der Einrichtung Regenbogenverein, die behinderte Menschen betreut und auch deren Finanzen und Vermögen verwaltet. Er wird mit einem Loch in der Stirn tot in seiner Küche aufgefunden. Das zweite Opfer ist Kai Uphoff, der FSJler des Regenbogenvereins. Auch er wurde wie Speicher mit einer historischen Waffe getötet. Die restlichen Mitarbeiter des Regenbogenvereins sind beunruhigt und vermuten, dass es der Mörder auch auf sie abgesehen haben könnte. Und tatsächlich trifft es Paul Winter, den kommissarischen Leiter der Behinderteneinrichtung als Nächsten. Er wird auf dem Nachhauseweg von der Arbeit vom Fahrrad geschossen.

Die Polizistin Ann Kathrin Klaasen und ihre beiden Kollegen Frank Weller und Rupert werden mit dem Fall betraut. Für die junge Kommissarin, die sich aufgrund ihrer familiären Situation in einer Lebenskrise befindet, wird die berufliche Angelegenheit zu einer großen Belastungsprobe, da auch die von ihr bisher gekannten Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen.

HintergrundBearbeiten

Ostfriesenkiller ist der erste Roman aus der Ostfriesenkrimi-Reihe von Klaus-Peter Wolf, der verfilmt wurde. Das ZDF kaufte die Filmrechte.[1] Der Schriftsteller ist in der Verfilmung seines Romans auch in einem Cameo-Auftritt zu sehen.[2]

RezeptionBearbeiten

KritikenBearbeiten

Tilmann P. Gangloff von der Frankfurter Rundschau meint, dass sich der Fernsehkrimi "von den beiden anderen Nordseekrimis des ZDF, „Nord Nord Mord“ und „Friesland“, ohnehin durch die völlige Abwesenheit komödiantischer Momente" abhebe. Er fügt hinzu: "Nicht nur der Titel, auch die Bildgestaltung lassen keinen Zweifel daran, dass „Ostfriesenkiller“ kein heiterer Zeitvertreib sein soll. Angesichts der düsteren Nachtaufnahmen wäre der Begriff „Halbdunkel“ purer Euphemismus. Tagsüber bleiben die Bilder ebenfalls kühl und grau; immerhin hat Kameramann Henner Besuch für einige faszinierende Wattaufnahmen gesorgt. Auch die Handlung trägt ihren Teil zur düsteren Stimmung bei, und das nicht nur wegen der Todesfälle."[3]

Dies sieht der Kritiker Bernhard Jarosch von der FAZ ähnlich: „In diesem Krimi, den der Regisseur Sven Bohse streng unterkühlt inszeniert, muss sich alles erst einmal Luft verschaffen. Wenn am Ende alles auf das finale Bild zu eilt, sieht man sich darin bestätigt, dass die Intuition der Kommissarin nicht getrogen hat.“[4]

EinschaltquoteBearbeiten

Die Erstausstrahlung von Ostfriesenkiller am 1. April 2017 wurde in Deutschland von 7,58 Millionen Zuschauern gesehen und erreichte einen Marktanteil von 25,2 % für das ZDF.[5]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten