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Oskar Marion

österreichischer Schauspieler und Filmproduktionsleiter
Schauspieler Oskar Marion um 1928 auf einer Fotografie von Alexander Binder. Mit Unterschrift.

Oskar Marion (* 2. April 1894 in Brünn; † März 1986 in München) war ein österreichischer Schauspieler und Filmproduktionsleiter.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

 
Oskar Marion auf einer Fotografie von Alexander Binder.

Marion, Sohn eines Arztes, studierte einige Semester Medizin an der Universität Wien und diente im Ersten Weltkrieg als Sanitäter. Nach Kriegsende nahm er sein durch den Krieg unterbrochenes Medizinstudium nicht wieder auf, sondern nahm Schauspielunterricht in Wien und begann seine Bühnenlaufbahn an den Wiener Kammerspielen.[1]

Später spielte er am Stadttheater Brünn und am Landestheater Prag. Von dort ging er nach Berlin, wo er an den dortigen Theatern agierte. Seit 1919 nahm er zahlreiche Filmangebote wahr. Er verkörperte elegante Liebhaber und Gentlemen und war in 68 Stummfilmrollen zu sehen. So verkörperte er 1924 in dem Abenteuerfilm Taras Bulba Andry, den Sohn des Taras. Sein Debüt in einem Tonfilm hatte er 1930 in dem romantischen Filmdrama Gigolo als Rittmeister Valberg. 1933 wirkte er als Leutnant Karel Lukás in der kroatischen Filmkomödie Dobrý voják Svejk mit, einer Verfilmung des Schelmenromans Der brave Soldat Schwejk von Jaroslav Hasek. Seine Karriere als Schauspieler beendete er im Laufe des Jahres 1936. In dem Filmdrama Ein Robinson spielte er als Kapitänleutnant seine letzte Rolle.[1]

Von 1936 bis 1941 arbeitete er als Regieassistent. Von 1938 bis 1940 war er Expeditionsleiter von Dr. Fanck in Südamerika.[1] 1941 wurde er Produktionsleiter, später auch Herstellungsgruppenleiter bei der Bavaria Film, an deren Filmkomödie Der Hochtourist mit Joe Stöckel er 1942 als Produktionsleiter mitwirkte. Nach Kriegsende war er als Produktionsleiter für verschiedene Münchner Filmfirmen tätig, darunter Dornas-Film und die Filmkomödie Zwei in einem Anzug, erneut von und mit Joe Stöckel, sowie die Eva-Film, für die er unter anderem die erfolgreichen Produktionen Rosen-Resli und Der schweigende Engel mit Christine Kaufmann herstellte.

FilmografieBearbeiten

als Schauspieler
  • 1919: Gebannt und erlöst
  • 1919: Lola Montez 2
  • 1920: Um der Liebe Willen
  • 1920: Johann Baptiste Lingg
  • 1920: Das große Geheimnis
  • 1921: Schuld oder Schein
  • 1921: Das Handicap der Liebe
  • 1921: Die rote Nacht – Vera-Filmwerke
  • 1922: Strandgut der Leidenschaft – Vera-Filmwerke´
  • 1922: Alexandra
  • 1922: Monna Vanna
  • 1923: Judith
  • 1923: Frauenmoral
  • 1923: Quarantäne
  • 1923: Die Sonne von St. Moritz
  • 1924: Taras Bulba
  • 1926: Mein Freund der Chauffeur
  • 1926: Der Rastelbinder
  • 1926: Fedora
  • 1926: Frauen, die den Weg verloren
  • 1926: Die kleine Inge und ihre drei Väter
  • 1927: Der fesche Erzherzog
  • 1927: Sünde am Weibe
  • 1927: Die Czardasfürstin
  • 1927: Valencia
  • 1927: Die Lindenwirtin am Rhein
  • 1927: Sturmflut
  • 1927: Hast Du geliebt am schönen Rhein?
  • 1928: Der Fremdenlegionär
  • 1928: Zwei rote Rosen
  • 1928: Die von der Scholle sind
  • 1929: Waterloo
  • 1929: Aufruhr des Blutes
  • 1929: Trust der Diebe
  • 1929: Andreas Hofer
  • 1929: Madame im Strandbad
  • 1930: Man schenkt sich Rosen, wenn man verliebt ist
  • 1930: Sturm auf drei Herzen
  • 1930: Die Somme
  • 1930: Gigolo
  • 1930: Namensheirat
  • 1930: Die Tat des Andreas Harmer
  • 1931: Der Weg nach Rio
  • 1931: Sonntag des Lebens
  • 1931: Schatten der Manege
  • 1931: Wenn die Soldaten...
  • 1931: Dobrý voják Svejk
  • 1931: Nie wieder Liebe
  • 1932: Drei von der Kavallerie
  • 1932: Marschall Vorwärts
  • 1932: Kantor ideál
  • 1933: Der Choral von Leuthen
  • 1933: Der Judas von Tirol
  • 1933: Professeur Cupidon
  • 1933: Drei Kaiserjäger
  • 1934: Die Reise ins Glück
  • 1935: Petersburger Nächte. Walzer an der Newa
  • 1935: Hundert Tage
  • 1935: Der Gefangene des Königs
  • 1935: Henker, Frauen und Soldaten
  • 1936: Drei Mäderl um Schubert (Regieassistent)
  • 1936: Fridericus
als (Co-)Produktionsleiter, wenn nicht anders angegeben

WeblinksBearbeiten

  Commons: Oskar Marion – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Karlheinz Wendtland: Geliebter Kintopp. Sämtliche deutsche Spielfilme von 1929–1945 mit zahlreichen Künstlerbiographien Jahrgang 1931. Zweite überarbeitete Auflage 1991, erste Auflage 1989. Verlag Medium Film Karlheinz Wendtland, Berlin. ISBN 3-926945-09-5, Film 7/1931, S. 12.