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LebenBearbeiten

Oscar Gehrig bestand das Abitur in Karlsruhe, nahm am Ersten Weltkrieg im Nachrichtendienst des Heeres teil und studierte dann Bildende Kunst und Kunstgeschichte in Karlsruhe (bei Max Laeuger, Walter Georgi), Freiburg/Br., München und an der Universität Rostock, wo er 1921 bei Albert Erich Brinckmann über den Renaissance-Künstler Philipp Brandin promoviert wurde[1]. Gehrig reiste nach Amerika, England und Vorderasien, befasste sich aber vor allem intensiv mit der Kunstgeschichte Mecklenburgs. An der Universität Rostock erhielt er 1921 ein Lektorat für den Zeichenunterricht. Daneben hielt er Vorträge in Volkshochschulen über moderne Kunst. Er war ab 1926 Dozent und ab 1929 Professor am Rostocker Pädagogischen Institut zur Ausbildung von Volksschullehrern, das 1935 eine Hochschule für Lehrerbildung wurde. Er wirkte auch als Redakteur regionalgeschichtlicher Zeitschriften (Mecklenburgische Monatshefte) und als Autor von Kunstführern. In Rostock führte er den Kunstverein und trug zu vielen Ausstellungen maßgeblich bei. 1940 wurde Gehrig eingezogen und im Zweiten Weltkrieg zum Major befördert. Gehrig war Mitglied im konservativen Kyffhäuserbund, im NS-Lehrerbund und unterzeichnete im November 1933 das Bekenntnis der Professoren an den deutschen Universitäten und Hochschulen zu Adolf Hitler.

Ab dem 1. Februar 1947 lehrte er an der neu gegründeten Pädagogischen Hochschule Kiel. Am 1. Juni 1947 wurde er zunächst kommissarisch nach Karlsruhe als neuer Leiter der Kunstakademie berufen, wo er zahlreiche Berufungen vornahm.

Gehrig starb 1948 durch einen Unfall.

Publikationen (Auswahl)Bearbeiten

  • Philipp Brandin – eine biographische Studie über den 1563 bis 1594 tätigen Hauptmeister der mecklenburgischen Renaissance. Dissertation. Rostock 1921.
  • [mit Karl Schmaltz:] Der Dom zu Güstrow in Geschichte und Kunst. Güstrow 1926.
  • Deutschland, ewiger Hort der Kunst. Ein Gang durch Zeiten und Gaue. Tornisterschrift des Oberkommandos der Wehrmacht, nur für den Gebrauch innerhalb der Wehrmacht. Bremen 1942

EinzelnachweiseBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Wolf Karge: Oscar Gehrig. In: Sabine Pettke (Hrsg.): Biographisches Lexikon für Mecklenburg. Bd. 3. Rostock 2001, ISBN 3-7950-3713-1, S. 88–91.
  • Erika Rödiger-Diruf (Hrsg.): Die Malerei ist tot, es lebe die Malerei: 150 Jahre Kunstakademie Karlsruhe: die Professoren von 1947 bis 1987 (= Lindemanns Bibliothek. Band 7). Info-Verlag, Karlsruhe 2004, ISBN 3-88190-364-X, S. 28 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  • Grete Grewolls: Gehrig, Oscar. In: Wer war wer in Mecklenburg und Vorpommern. Das Personenlexikon. Hinstorff, Rostock 2011, ISBN 978-3-356-01405-1. S. 3166–3167 (mit Porträt)

WeblinksBearbeiten