Orlalan

Suco in Osttimor
Orlalan
2021-04-17 Orlalan 1.jpg
Daten
Fläche 68,95 km²[1]
Einwohnerzahl 4.841 (2015)[1]
Chefe de Suco Carlos José Alves
(Wahl 2016)
Aldeias Einwohner (2015)[1]
Aimaulin 1214
Diric Un 79
Fatulaun 499
Le'i 527
Naule'en 263
Orlalan 239
Pualaca 16
Torilalan 2004
Der Suco Orlalan
Orlalan (Osttimor)
Orlalan
Koordinaten: 8° 45′ S, 125° 55′ O

Orlalan ist ein osttimoresischer Ort, Aldeia und Suco im Verwaltungsamt Laclubar (Gemeinde Manatuto).

Der OrtBearbeiten

 
Die Hauptstraße durch das Dorf Orlalan

Der Ort Orlalan liegt im Nordwesten des Sucos, auf einer Meereshöhe von 1077 m und bildet den Osten des Siedlungszentrums Laclubar. Dessen Zentrum liegt im Suco Orlalan, es dehnt sich aber bis in die Sucos Funar und Batara aus. Hier befindet sich unter anderem die Escola Básico Filial Diric-Un (deutsch Filialgrundschule Diric-Un).[2]

Der SucoBearbeiten

Orlalan
Orte Position[3] Höhe
Bamatac 8° 45′ S, 125° 54′ O 1192 m
Hatolalan 8° 45′ S, 125° 56′ O 1068 m
Hatomalos 8° 45′ S, 125° 56′ O 1037 m
Laclubar 8° 45′ S, 125° 55′ O 1120 m
Lawado 8° 45′ S, 125° 54′ O 1120 m
Le'i 8° 45′ S, 125° 58′ O 1204 m
Nauleau 8° 45′ S, 125° 57′ O 1204 m
Orlalan 8° 45′ S, 125° 55′ O 1077 m
Pualaca 8° 47′ S, 125° 58′ O ?
Torilalan 8° 45′ S, 125° 55′ O 1120 m

Vor der Gebietsreform 2015 hatte Orlalan eine Fläche von 68,66 km².[4] Nun sind es 68,95 km².[1] Der Suco liegt im Südosten des Verwaltungsamts Laclubar. Westlich befinden sich die Sucos Funar und Manelima, nördlich die Sucos Batara und Fatumaquerec. Im Osten von Orlalan liegt das Verwaltungsamt Barique mit seinen gleichnamigen Suco und im Süden das Verwaltungsamt Soibada mit seinen Sucos Leo-Hat und Manlala. Die Westgrenze bildet der Fluss Bun, ein Quellfluss des Sáhen. Der Buco, der im Südosten Orlalans entspringt fließt später in den Dilor. Im Grenzgebiet zu Fatumaquerec und Batara entspringen zwei Flüsse die zusammen den Sumasse bilden. Er ist ein Nebenfluss des Nördlichen Laclós.[5]

Durch den Norden von Orlalan führt die Überlandstraße, die den Ort Laclubar mit der Gemeindehauptstadt Manatuto an der Nordküste Timors verbindet. An ihr liegen die Ortschaften Laclubar, Bamatac, Torilalan, Lawado, Orlalan, Hatolalan, Hatomalos, Nauleau und Le'i (Lei). Im Nordwesten zweigt eine Überlandstraße nach Süden ab in Richtung Soibada und Uma Boco. Im Westen von Orlalan liegt das Dorf Pualaca (Pualaka). Neben den öffentlichen Einrichtungen in Laclubar gibt es Grundschulen in Le'i/Nauleau und in Pualaca.[6]

Im Suco befinden sich die acht Aldeias Aimaulin, Diric Un, Fatulaun, Le'i, Naule'en, Orlalan, Pualaca und Torilalan.[7]

EinwohnerBearbeiten

 
Durch ein Unwetter zerstörte Straße (2021)

In Orlalan leben 4841 Einwohner (2015), davon sind 2452 Männer und 2389 Frauen. Die Bevölkerungsdichte beträgt 70,2 Einwohner/km². Im Suco gibt es 687 Haushalte.[1] Fast 95 % der Einwohner geben Idaté als ihre Muttersprache an. Fast 3 % sprechen Tetum Prasa, Minderheiten Tetum Terik, Habun, Lolein oder Tokodede.[8]

GeschichteBearbeiten

Laclubar war eines der traditionellen Reiche Timors, die von einem Liurai regiert wurden. Es taucht in einer portugiesischen Liste von 47 Liurai-Reichen aus dem Jahre 1868 auf.

Laclubar war 1976 ein Rückzugsgebiet der FALINTIL, die gegen die indonesischen Invasoren kämpfte. Hier gründeten sie eine base de apoio, eine Widerstandsbasis, die Zuflucht für Flüchtlinge aus Laclubar, Soibada und Manatuto bot. Später wurde die Basis von den Indonesiern zerstört.[9] Im Ort Laclubar und in Le'i gab es Ende 1979 indonesische Umsiedlungslager für Osttimoresen, die zur besseren Kontrolle von den indonesischen Besatzern umgesiedelt werden sollten.[9]

PolitikBearbeiten

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde António Campos Soares zum Chefe de Suco gewählt.[10] Bei den Wahlen 2009 gewann Hermenegildo Soares[11] und 2016 Carlos José Alves.[12]

WeblinksBearbeiten

Commons: Orlalan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015, abgerufen am 23. November 2016.
  2. Direcção-Geral de Estatística: Atlas der Gemeinde Manatuto, abgerufen am 20. Mai 2021.
  3. Atlanten der zwölf Gemeinden und der Sonderverwaltungsregion Osttimors, Stand 2019 (Direcção-Geral de Estatística DGE).
  4. Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Memento des Originals vom 5. Januar 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/dne.mof.gov.tl (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB)
  5. Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  6. UNMIT-Karte des Distrikts Manatuto, August 2008 (Memento des Originals vom 3. Dezember 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/unmit.unmissions.org (PDF; 581 kB)
  7. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 323 kB)
  8. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Orlalan (tetum; PDF; 8,3 MB)
  9. a b „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (Memento des Originals vom 28. November 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cavr-timorleste.org (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  10. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  11. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  12. Jornal da República: Lista Naran Xefe Suku Eleito 2016, 2. Dezember 2016, abgerufen am 17. Juni 2020.

f1  Karte mit allen Koordinaten: OSM | WikiMap