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Das Oper im Berg Festival Salzburg ist ein Opernfestival, das 2008 in Salzburg gegründet wurde. Spielstätte des jährlich stattfindenden Festivals sind die Kavernen 1595 im Mönchsberg. Schirmherrin des Festivals ist seit 2010 Kammersängerin Grace Bumbry.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte und RezeptionBearbeiten

Das Oper im Berg Festival wurde 2008 von Opernsänger Ingo Kolonerics als Hommage an die Tenorlegende Luciano Pavarotti in Salzburg gegründet. Von der Entdeckung zahlreicher Nachwuchsstars (Grandi Voci Wettbewerb), die heute an vielen bedeutenden Opernbühnen wirken, entwickelte es sich immer mehr zur Institution für authentisch gezeigte Operninszenierungen und hatte von Anfang an großen Zuspruch sowohl beim Publikum als auch bei der etablierten Kritik.[1][2] Der Großteil der Aufführungen finden im historischen Ambiente der von Erzbischof Wolf Dietrich erbauten Kavernen 1595 im Mönchsberg statt.

Außerdem gibt das Festival regelmäßig Gastspiele, so unter anderem auch auf der Josefsburg in Kufstein, Schloss Wilhelminenberg in Wien, Schloss Amerang bei München, im Maximilianeum, sowie im Großen Festspielhaus in Salzburg.

Werktreu jedoch mit neuer Perspektive und ungewöhnlicher Nähe wurden Werke von Mozart, Puccini, Verdi und Rossini aufgeführt. 2009 fand unter der Regie von Barbara Bonney die Uraufführung des Werkes Der Sonnenkreis statt, mit Musik von Jeppe Nörgaard Jacobsen und Libretto von Ingo Kolonerics. Anlässlich der 200. Wiederkehr von Giuseppe Verdis Geburtstag trat Kammersängerin Grace Bumbry im Rahmen einer großen italienischen Operngala beim Festival auf, das unter anderem auch von Ruggero Raimondi und Patricia Wise besucht wurde.

Der Intendant Ingo Kolonerics (Bass) studierte Gesang in Salzburg, Wien und Bologna, unter anderem bei Grace Bumbry, Gianni Raimondi und Bonaldo Giaiotti. Er debütierte mit 22 Jahren beim Wexford Opera Festival als König Philipp II., und sang bei den Bayreuther Festspielen unter Giuseppe Sinopoli; diverse Engagements führten ihn als Sarastro, Osmin, Komtur, Sparafucil, Basilio und Ramfis an viele Bühnen Europas.

Spielplan und beteiligte KünstlerBearbeiten

Bisher wurden folgende Opern aufgeführt:

Weiters sind folgende Opernaufführungen vorgesehen:

In den Produktionen sind unter anderem folgende Künstler aufgetreten: Grace Bumbry, Viorel Saplacan (Staatsoper Bukarest), Mirella Bunoaica (Staatsoper Stuttgart), Krzysztof Borysiewicz (Staatsoper Warschau), Ingo Kolonerics, Thorsten Büttner (Staatstheater Mainz), Nejat Isik Belen (Staatsoper Istanbul), Elena Kononenko (Bolshoi Theater).

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. "Unter mehr als 100 Bewerbern aus Italien, Frankreich, USA, Japan, Korea, Russland usw. werden von einer internationalen Jury die besten 15 Sänger ausgewählt. 2010 fand dieser Wettbewerb zum ersten Mal statt. Er wurde ins Leben gerufen, um jungen Sängern ... die Möglichkeit zu geben, sich Agenten, Dirigenten und Veranstaltern zu präsentieren. Ingo Kolonerics, Intendant, Sänger und Jury Vorsitzender legt besonderen Augenmerk auf eine von jedem Einfluss freie Jury ... Die Gesangsleistungen waren durchwegs großartig!" Grandi Voci 28.7 DER NEUE MERKER 8/2012 - Kritiken der Wiener Staatsoper, S. 32.
  2. "Die Besetzung der Rollen ist durchwegs erfreulich gelungen: Marco Antonio Lozano ist der zwielichte Herzog. Mit sicher geführter, gewinnender Stimme voller Strahlkraft, aber auch mit Lyrismen ... beeindruckt er das Publikum. Seine Spitzentöne sind sensationell. Rigoletto ist Nejat Isik Belen. Er hat eine dramatische, mächtige und prächtige Stimme und gibt dem Narren schauspielerisch Profil. Arianna Ballottas Gilda, ein seltener Soprano spinto zeigt die vielen Facetten der Partie, blendende Koloratur, aber auch dramatische Ausbrüche, die viele Sängerinnen vermissen lassen, gelingen ihr anscheinend spontan. Ihre Darstellung hat uns tief ergriffen. Gibt es größeres Lob? Ein unheimlicher, souveräner Sparafucile war Krzysztof Borysiewicz. Große Stimme, großer Ausdruck! Das Publikum war hingerissen. Standing ovations." Rigoletto 8.9 DER NEUE MERKER 8/2012 - Kritiken der Wiener Staatsoper, S. 32.