Nikolaus-Koch-Platz

Platz in Trier‎
Nikolaus-Koch-Platz Trier

Der Nikolaus-Koch-Platz ist einer der zentralen Plätze in der Trierer Innenstadt.

LageBearbeiten

Der Platz befindet sich zentral am südlichen Rand der Trierer Innenstadt und wird von drei Straßen tangiert: der Dietrichstraße im Norden, der Justizstraße im Westen und der Böhmerstraße im Süden. Des Weiteren beginnt am Platz die Metzelstraße. Am Platz befinden einige historische Häuserfassaden, sowie das Landgericht und die Westfassade der Galeria Kaufhof-Filiale in der Fleischstraße.

GeschichteBearbeiten

Der Platz ist nach dem Trierer Verleger Nikolaus Koch (1847–1918), dem Gründer des Trierischen Volksfreunds, benannt. Bis 1973 trug der Platz den Namen Justizplatz nach dem hier liegenden Landgericht Trier. Der Platz war bis Ende des 18. Jahrhunderts Garten des Lambertinischen Seminars, in dem junge Adlige auf den Priesterstand vorbereitet wurden.[1]

GeschäfteBearbeiten

 
Landgericht, über dem Portal sechs Reliefs des Trierer Bildhauers Michael Trierweiler.

In den angrenzenden Straßen befinden sich verschiedene Geschäfte; die Hauptgeschäftszone der Innenstadt ist nur wenige Meter entfernt.[2][3][4] Außerdem liegt hier das Park Plaza Hotel.

Am Platz liegt auch der Bürger-ServiceCenter des Trierischen Volksfreunds.[5] Bis 2004 lag im selben Gebäude der komplette Volksfreundverlag. Im Nordwesten wird der Nikolaus-Koch-Platz von der Justizstraße mit dem Land- und Amtsgericht begrenzt.

Der Nikolaus-Koch-Platz ist über eine eigene Buslinien an das Trierer Busnetz angeschlossen.[6][7]

Trebeta-BrunnenBearbeiten

 
Trebeta Brunnen

Auf dem Nikolaus-Koch-Platz befindet sich der Trebeta-Brunnen. Er wurde Mitte des 17. Jahrhunderts erstellt und wechselte im Laufe der nachfolgenden Jahrhunderte mehrfach den Standort, bis er 1967 am Platz in einer Wandnische eingebaut wurde. Der Wandnischen-Brunnen ist im Renaissance-Stil errichtet.[8] Er befindet sich heute in der rückwärtigen Umfassungsmauer der Staatsanwaltschaft auf der nördlichen Platzseite. Die aktuelle Farbfassung stammt von 1982. Die Rahmenarchitektur ist in Form eines Renaissance-Tabernakels mit seitlichen Pilastern, Gebälk- und Dreiecksgiebel gestaltet und trägt die Inschrift: ANTIQVI TREVIRI ROMANORVM SOCII. Seitlich über dem Giebel sind die Sandsteinfiguren von Romulus und Trebeta angeordnet, der sagenhaften Gründer von Rom und Trier (Kopien von 1979, die Originale im Treppenhaus der Staatsanwaltschaft, Dietrichstraße 13). Die rundbogige Brunnennische zeigt in der Kalotte prächtiges Muschelwerk.[8][9]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Emil Zenz: Straßennamen der Stadt Trier: Ihr Sinn und ihre Bedeutung. Hrsg.: Kulturbüro der Stadt Trier. 5. Auflage. Trier 2006, DNB 455807825 (1. Auflage 1961).
  2. Nikolaus-Koch-Platz. (Nicht mehr online verfügbar.) click around GmbH, archiviert vom Original am 23. September 2015; abgerufen am 9. September 2015 (gewerbliche Website).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.einkaufserlebnis-trier.de
  3. Einkaufen. Trier Tourismus und Marketing GmbH, abgerufen am 9. September 2015 (gewerbliche Website).
  4. Böhmerstraße. (Nicht mehr online verfügbar.) click around GmbH, archiviert vom Original am 23. September 2015; abgerufen am 9. September 2015 (gewerbliche Website).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.einkaufserlebnis-trier.de
  5. TV-Service-Center Trier. Trierischer Volksfreund, abgerufen am 9. September 2015.
  6. Fahrplan für Nikolaus-Koch-Platz, Trier. VerkehrsmittelVergleich.de GmbH, abgerufen am 9. September 2015.
  7. Nikolaus-Koch-Platz wieder Bus-Trasse. (Memento vom 24. April 2014 im Webarchiv archive.today) In: Trierischer Volksfreund, 9. September 2009.
  8. a b Julia Frey: Aquae Treverenses = Brunnen in Trier. Verlag der Akademischen Buchhandlung Interbook, Trier 1988, ISBN 3-88915-032-2.
  9. Patrick Ostermann (Bearb.): Stadt Trier. Altstadt. (= Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Band 17.1). Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 2001, ISBN 3-88462-171-8.

Koordinaten: 49° 45′ 26″ N, 6° 38′ 17″ O