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NetApp, Inc.

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Rechtsform Corporation
ISIN US64120L1044
Gründung 1992
Sitz Sunnyvale, Vereinigte Staaten
Leitung George Kurian, CEO
Mitarbeiterzahl 10.300[1]
Umsatz 5,911 Mrd. US-$[1]
Branche Speichertechnologie
Website www.netapp.com
Stand: 28. April 2018

NetApp, Inc., zuvor bekannt als Network Appliance, Inc., ist ein Unternehmen, das im Bereich der Datenspeicherung und des Datenmanagements arbeitet. Es hat seinen Sitz in Sunnyvale im US-Bundesstaat Kalifornien. Das Unternehmen belegt im Fortune 1000, einer Liste der umsatzstärksten US-amerikanischen Unternehmen, den 647. Platz (2009)[2]. Im Januar 2009 wurde NetApp vom Wirtschaftsblatt Fortune zum Top-Arbeitgeber in den USA gekürt[3].

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

 
Logo bis zum Jahr 2008

NetApp wurde 1992 unter dem Namen Network Appliance von David Hitz, James Lau und Michael Malcolm gegründet. Im Jahr 1995 erfolgte der Börsengang an der amerikanischen Börse NASDAQ unter dem Tickersymbol NTAP.

Das Unternehmen firmierte zwar stets unter dem Namen Network Appliance, wurde aber im Markt häufig als NetApp bezeichnet. Am 10. März 2008 benannte sich das Unternehmen dann offiziell in NetApp um.[4] In Deutschland repräsentiert die NetApp Deutschland GmbH mit Sitz in Kirchheim bei München das Unternehmen. Weitere Geschäftsstellen in Deutschland befinden sich in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Neu-Isenburg, Nürnberg, Stuttgart, Hannover und Walldorf.

Wichtige ÜbernahmenBearbeiten

  • 1997 – Internet Middleware: Fortgeführt als Produktlinie NetCache (2006 wieder verkauft).
  • 2004 – Spinnaker Networks: Die Technologie von Spinnaker wurde in das Data ONTAP GX System von NetApp integriert.
  • 2005 – Alacritus: Die Technologie von Alacritus wurde in die Produktserie Nearstore VTL von NetApp integriert.
  • 2005 – Decru: Decru wird als eigenständige Geschäftseinheit weitergeführt.
  • 2006 – Topio: Die Datenmanagementsoftware von Topio wurde als ReplicatorX, später SnapMirror for Open Systems bis zur Verkündung der Einstellung der Weiterentwicklung im Dezember 2008 weitergeführt.
  • 2008 – Onaro: Die Datenmanagementsoftware von Onaro wird aktuell in das NetApp-Produktportfolio integriert und firmiert unter dem Produktnamen OnCommand Insight (früher SANscreen).
  • 2011 – Akorri: Die Datenmanagementsoftware BalancePoint wird in die OnCommand Management Suite als OnCommand Insight Balance integriert.
  • 2011 – Engenio: Das External Storage Systems Business von LSI wird in das NetApp-Produktportfolio integriert und als E-Series für Big-Data Lösungen angeboten und als OEM-Produkt vertrieben.
  • 2015 – SolidFire: Übernahme des Flash-Storage-Anbieters für 870 Millionen US-Dollar.[5]

GeschäftsentwicklungBearbeiten

Das Geschäftsjahr von NetApp endet jeweils Ende April. So begann für NetApp das Geschäftsjahr 2018 am 29. April 2017 und endete am 27. April 2018.

Machte NetApp im Geschäftsjahr 1995 noch 15 Millionen USD Umsatz, so wurde im Jahr 2004 die erste Milliarde überschritten. Der höchste Umsatz wurde 2013 erreicht mit 6,332 Milliarden USD. In den letzten Jahren sank der Umsatz wieder unter 6 Milliarden USD.

ProdukteBearbeiten

NetApp bietet vereinheitlichte Speicherlösungen an. Die Speicherlösungen umfassen spezielle Hardware, Software und Dienstleistungen. Sie werden weltweit von Unternehmen und Service Providern eingesetzt, darunter T-Systems, SAP, Lockheed, Merrill Lynch, Oracle, Texas Instruments, Computacenter und Yahoo!.

Die NetApp-Speicherlösungen basieren auf dem hauseigenen Data ONTAP Betriebssystem und lassen sich in verschiedenste Speichernetzwerke integrieren (NAS, SAN, iSCSI). Eine Besonderheit der NetApp-Speichersysteme ist das einheitliche Betriebssystem in allen Modellen, das über die Modellpalette hinweg die gleichen Funktionen ermöglicht. Die unterschiedlichen Modelle innerhalb einer Produktserie unterscheiden sich einzig und allein in Kapazität und Datendurchsatz.

Folgende Produktserien liefert das Unternehmen:

  • FAS–Serie (Universelles Speichersystem basierend auf Data ONTAP)
  • NearStore–Serie (Backup- und Archivierungsergänzungen für FAS-Systeme inkl. Virtual-Tape-Library)
  • V–Serie (herstellerübergreifendes Speichervirtualisierungssystem)
  • DataFort–Serie (Datensicherheitsappliance mit Verschlüsselungsfunktion)

Darüber hinaus bietet das Unternehmen spezielle Software für das Datenmanagement an.

Die Managementsoftware von NetApp unterstützt unter anderem folgende Aufgaben:

Wettbewerber von NetApp sind EMC, Hitachi Data Systems (HDS), Hewlett Packard Enterprise, IBM, Oracle und Nutanix.

KritikBearbeiten

Über das italienische Unternehmen Area SpA gelangten NetApp-Produkte trotz Sanktionen nach Syrien, wo sie der Regierung helfen, die Bewegung von Beteiligten des Aufstands in Syrien 2011 zu verfolgen.[6]

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Form 10-K NetApp, Inc. (PDF) SEC, 20. Juni 2018, abgerufen am 5. August 2018 (englisch).
  2. Fortune: FORTUNE 500 2009: NetApp – NTAP. Stand 24. April 2009.
  3. Fortune: 100 Best Companies to Work For 2009: NetApp – NTAP. Stand 7. Februar 2009.
  4. Aus Network Appliance wird NetApp. Network Appliance GmbH. Archiviert vom Original am 20. Dezember 2011.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.netapp.com Abgerufen am 30. Mai 2011.
  5. Florian Kalenda: NetApp kauft Flash-Storage-Firma SolidFire für 870 Millionen Dollar. In: zdnet.de. ZDNet, 22. Dezember 2015, abgerufen am 23. Januar 2017.
  6. http://www.dw-world.de/dw/article/0,,6688925,00.html