Mittleres Transporthubschrauberregiment 25

Das Mittlere Transporthubschrauberregiment 25 „Oberschwaben“ war ein 1971 aufgestelltes Regiment des Heeres. Heimatflugplatz des Regimentes war der Flugplatz Laupheim in der dortigen Kurt-Georg-Kiesinger Kaserne in Oberschwaben. 1994 erhielt es wegen seiner Verdienste den Ehrennamen Oberschwaben. Am 23. Juli 2008 beschloss der Kreistag des Landkreises Biberach die Patenschaft für das Regiment zu übernehmen. Am Standort befand sich auch noch die Heeresfliegerunterstützungsstaffel 10.

Mittleres Transporthubschrauberregiment 25
— mTrspHubschrRg 25 —
III
MTHRgt 25.svg

Internes Verbandsabzeichen
Aktiv 1971 bis 31.12.2012
Land Flag of Germany.svg Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Teilstreitkraft Bundeswehr Logo Heer with lettering.svg Heer
Truppengattung Heeresfliegertruppe
Typ Eingreif-/ und Stabilisierungskräfte
Unterstellung DLO.png Division Luftbewegliche Operationen
Standort Laupheim
Motto Hals- und Beinbruch
Ausrüstung CH-53 G/GS, Bölkow Bo 105
Kommandeur
Letzter Kommandeur Hans-Christoph Specht (bis 31. Dezember 2012)

Im Rahmen der laufenden Neuausrichtung der Bundeswehr wechselte der Verband zum Jahreswechsel 2012/2013 seine Organisationszugehörigkeit von der Teilstreitkraft Heer zur Teilstreitkraft Luftwaffe und fand dort im Hubschraubergeschwader 64 seine neue militärische Heimat. Das Heeresfliegerregiment wurde formell am 5. März 2013 aufgelöst.

Auftrag der HeeresfliegertruppeBearbeiten

Die Heeresfliegertruppe (HFlgTr) ist Träger der Luftbeweglichkeit der Landstreitkräfte. Sie ermöglicht mit ihren Kräften luftbewegliche Führung, Aufklärung, Kampf und Kampfunterstützung sowie den luftbeweglichen Personal- und Materialtransport einschließlich des Lufttransports von Verwundeten. Sie trägt mit Feuerunterstützung durch Kampfhubschrauber zur streitkräftegemeinsamen taktischen Feuerunterstützung (joint fire support) bei. Mit luftmechanisierten Kräften ist sie zum Kampf in und aus dem bodennahen Luftraum befähigt, auch über feindbesetztem Gebiet. Im Verbund mit der luftbeweglichen Infanterie ist sie zur Führung von luftgestützten Operationen in und aus dem bodennahen Luftraum auch über feindbesetztem Gebiet befähigt.

Auftrag des RegimentsBearbeiten

Das Regiment unterstützte Spezialkräfte im Rahmen spezieller Operationen und Luftmechanisierte Operationen der Luftbeweglichen Brigade 1, führte Transportflüge im Auftrag der Division Luftbewegliche Operationen durch und betrieb einen Heeresflugplatz. Das mittlere Transporthubschrauberregiment 25 erfüllte Lufttransportaufgaben im Zusammenwirken mit Kampf- und Kampfunterstützungstruppen und Spezialisierten Kräften bei luftbeweglichen Operationen im Rahmen des Gefechts der Verbundenen Waffen / Einsatz der Verbundenen Kräfte einschließlich im Joint- und Combined-Rahmen.

Im Einsatz operierte es aus Verfügungsräumen oder von einem Feldflugplatz Heer. Dort erfolgte dann auch ein Zusammenwirken mit Kampf- und Kampfunterstützungstruppen.

StabsaufgabenBearbeiten

Das Regiment wurde durch einen Kommandeur im Rang eines Obersts geführt. Der Chef des Stabes im Range eines Oberstleutnants war gleichzeitig der stellvertretende Regimentskommandeur. Der Regimentsstab gliederte sich in die Stabsabteilungen S1 (Personal), S2 (Militärische Sicherheit), S3 (Führung, Ausbildung), S4 (Logistik) und S6 (Führungsunterstützung) sowie noch einen Flugsicherheitsoffizier, einen Stabsoffizier für die Elektronische Kampfführung, einen Fliegerarzt, einen Technischen Offizier und einen KLV-Offizier (Kosten- und Leistungsvergleich).

Letzte Taktische GliederungBearbeiten

  • Stab
  • Stabsstaffel
  • Fliegende Abteilung 251
    • 1./Fliegende Abteilung 251
    • 2./Fliegende Abteilung 251
    • 3./Fliegende Abteilung 251
  • Luftfahrzeugtechnische Abteilung 252
    • 1. / Luftfahrzeugtechnische Abteilung 252
    • 2. / Luftfahrzeugtechnische Abteilung 252
    • 3. / Luftfahrzeugtechnische Abteilung 252
    • 4. / Luftfahrzeugtechnische Abteilung 252
  • Heeresfliegerversorgungsstaffel 255
  • Heeresfliegerstaffel 259 (Ausbildungsstaffel)

Symbolik des VerbandsabzeichensBearbeiten

Der treue Pegasus oben, ein geflügeltes Fabelwesen aus der griechischen Mythologie war das Kind des Meeresgottes Poseidon und der Gorgone Medusa und die himmelblaue Farbe symbolisieren im oberen Bereich das Medium Luft in dem das Regiment sich bewegt. Pegasus trug den Krieger Bellerophon in den Kampf gegen die Chimäre und die Amazonen. Schon die römische Legio I Adiutrix führte den Pegasus in ihrem Legionswappen. Die linke untere Hälfte in Silber stellt die Erde dar. Darin in der Mitte befindet sich das Eiserne Kreuz, das die Verbundenheit zur Bundeswehr und ihren militärischen Aufgaben herstellt. Die gelbe Umrandung symbolisiert die ursprüngliche Zugehörigkeit des Regimentes zu den Korpstruppen, obwohl es zum Schluss direkt der Division Luftbewegliche Operationen unterstellt war.

GeschichteBearbeiten

 
Hubschrauber CH-53 G des Transporthubschrauberregimentes

1964 wurden auf dem Gelände des früheren Luftwaffenflugplatzes neue militärische Einrichtungen gebaut, die dazu bestimmt waren, Hubschrauber der Heeresflieger zu beherbergen. Nachdem die Stärke der Heeresflieger während der 60er Jahre ausgebaut worden war, folgte 1971 eine Reorganisation, die dazu führte, dass Laupheim das Hauptquartier aller Heeresfliegereinheiten in Süddeutschland wurde. Das in Laupheim stationierte Bataillon und die Instandsetzungsstaffel wurden zum mittleren Transporthubschrauberregiment 25 zusammengefasst. 150.000 Besucher kommen beim zehnjährigen Jubiläum des Heeresflugplatzes 1974. 1995 erhielt das mittlere Transporthubschrauberregiments 25 den Ehrennamen „Oberschwaben“. 2002 wurde das mittlere Transporthubschrauberregiment 25 in die Division Luftbewegliche Operationen eingegliedert.

EinsätzeBearbeiten

Bekannte Mitglieder des RegimentsBearbeiten

WeblinksBearbeiten

 Commons: Mittleres Transporthubschrauberregiment 25 „Oberschwaben“ – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 48° 13′ 8″ N, 9° 54′ 42″ O