Millimeterwelle

Strahlung sogenannter extrem hoher Frequenzen

Millimeterwellen sind elektromagnetische Wellen mit einer Wellenlänge von ca. 1–10 mm, was einer Frequenz von 300–30 Gigahertz entspricht (nach Definition der Fernmeldeunion).

Dieses Frequenzband wird auch als EHF-Band bezeichnet, für Extremely High Frequency (extrem hohe Frequenz).

EigenschaftenBearbeiten

 
Dämpfung von Millimeterwellen

In diesem hohen Frequenzband können große Bandbreiten zugeteilt und damit hohe Datenraten erreicht werden. Die Dämpfung, speziell durch Wasser, ist allerdings sehr hoch, so dass nur geringe Reichweiten erzielt werden; und diese auch nur als Sichtverbindung.[1]

GeschichteBearbeiten

Millimeterwellen wurden erstmals 1894–1896 vom indischen Physiker Jagadish Chandra Bose erforscht, als er bis zu 60 GHz in seinen Experimenten mit einer Funkenstrecke erreichte.[2]

AnwendungsbereicheBearbeiten

  • Der WLAN-Standard IEEE 802.11ad funkt bei 60 GHz ebenfalls im Millimeterwellenbereich und ermöglicht Gigabit-Datenraten.
  • Beim Mobilfunkstandard 5G kommen Millimeterwellen im Frequenzbereich FR2 unter dem Namen mmWave zum Einsatz. Aufgrund der kurzen Reichweite von nur wenigen Hundert Meter und der Dämpfung durch Wände haben weltweit nur die USA den Ausbau von mmWave beschlossen.[1]

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  • Der Fledermaus abgeschaut. Auf: wissenschaft.de vom 15. Oktober 2005. Mit einem Sensor für Millimeterwellen können Sicherheitsleute bei Flugpassagieren Gegenstände unter der Kleidung ausfindig machen.
  1. a b iPhone 12: In Deutschland ohne schnelles 5G mmWave – was das bedeutet. In: t3n. 14. Oktober 2020;.
  2. Milestones: First Millimeter-wave Communication Experiments by J.C. Bose, 1894-96. IEEE, abgerufen am 1. Oktober 2019.