Memoria (Film)

Memoria ist ein Spielfilm von Apichatpong Weerasethakul aus dem Jahr 2021.

Film
OriginaltitelMemoria
Produktionsland Kolumbien, Thailand, Vereinigtes Königreich, Mexiko, Frankreich
Originalsprache Englisch, Spanisch
Erscheinungsjahr 2021
Länge 136 Minuten
Stab
Regie Apichatpong Weerasethakul
Drehbuch Apichatpong Weerasethakul
Produktion Diana Bustamante,
Julio Chavezmontes,
Charles de Meaux,
Simon Field,
Keith Griffiths,
Michael Weber, Apichatpong Weerasethakul
Musik César López
Kamera Sayombhu Mukdeeprom
Schnitt Lee Chatametikool
Besetzung

Im Jahr seiner Veröffentlichung wurde der Film im Wettbewerb der 74. Internationalen Filmfestspiele von Cannes uraufgeführt.

HandlungBearbeiten

Seitdem Jessica bei Tagesanbruch von einem lauten Geräusch erschreckt wird, leidet sie unter Schlafproblemen. Sie begibt sich auf die Reise ins kolumbianische Bogotá, um ihre Schwester Karen zu besuchen. Dort freundet sie sich mit der Archäologin Agnès an. Diese untersucht menschliche Überreste, die beim Bau eines Tunnels entdeckt wurden. Jessica besucht Agnès an der Ausgrabungsstätte. In einer kleinen Stadt in der Nähe macht sie die Bekanntschaft des in der Fischerei tätigen Hernán. Beide verbringen zusammen Zeit am Fluss und teilen Erinnerungen miteinander. Gegen Abend empfindet Jessica ein ungewöhnliches Gefühl der Klarheit.[1]

Veröffentlichung und RezeptionBearbeiten

Der Film wurde am 15. Juli 2021 beim 74. Filmfestival von Cannes uraufgeführt.[2] Ein Trailer wurde am 12. Juli 2021 veröffentlicht.[3]

Memoria wurde teilweise als Mitfavorit auf die Goldene Palme, den Hauptpreis des Festivals, gehandelt. Der Film erhielt im internationalen Kritikenspiegel der britischen Fachzeitschrift Screen International 3,4 von 4 möglichen Sternen und belegte damit einen 2. Platz hinter dem japanischen Beitrag Doraibu mai kā von Ryūsuke Hamaguchi (3,5).[4] In einem rein französischen Kritikenspiegel der Website Le film français sah keiner der 13 Kritiker den Film als Palmen-Favoriten an, sechs Kritiker vergaben aber mit drei Sternen jeweils die zweitbeste Wertung an Memoria.[5]

AuszeichnungenBearbeiten

Für Memoria erhielt Apichatpong Weerasethakul seine dritte Einladung in den Wettbewerb um die Goldene Palme. Den Hauptpreis des Filmfestivals hatte er bereits 2010 für Uncle Boonmee erinnert sich an seine früheren Leben erhalten. Memoria wurde mit dem Preis der Jury ausgezeichnet (ex aequo mit Ha’derech von Nadav Lapid).

LiteraturBearbeiten

  • Apichatpong Weerasethakul: Memoria. Fireflies Press, September 2021. – ISBN 9783981918663.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Memoria. In: festival-cannes.com (abgerufen am 7. Juli 2021).
  2. The Screenings Guide 2021. In: festival-cannes.com, 1. Juli 2021 (abgerufen am 6. Juli 2021).
  3. Jon Blistein: Tilda Swinton Is Haunted by a Mysterious Sound in the Trailer for ‘Memoria’ . In: rollingstone.com, 12. Juli 2021 (abgerufen am 15. Juli 2021).
  4. Melissa Kasule: Apichatpong Weerasethakul’s ‘Memoria’ soars to second on Screen’s Cannes jury grid. In: screendaily.com, 16. Juli 2021 (abgerufen am 17. Juli 2021).
  5. #Cannes2021 - Le tableau final des Etoiles de la critique (#Palmomètre) In: lefilmfrancais.com, 17. Juli 2021 (abgerufen am 17. Juli 2021).