Die Medimeisterschaften (kurz „Medis“ genannt) sind ein Sportfestival, auf dem sich deutschsprachige Medizinstudierende aus ganz Europa treffen. Unter den Teilnehmern befinden sich neben Studierenden aus Deutschland auch Teilnehmer aus Österreich, Ungarn, der Schweiz, Bulgarien, Lettland oder Frankreich.[2]

Medimeisterschaften
Allgemeine Informationen
Ort Flugplatz Obermehler-Schlotheim, Obermehler, DeutschlandDeutschland Deutschland
Website www.medimeisterschaften.de
Besucherzahlen
2013 5.000[1]
2014 8.000
2015 10.000
2018 22.000
2019 25.000
Vorherige Veranstaltungsorte
2002 Bochum, Deutschland
2003–2013 Autragungsort der Medimeisterschaften wechselte jährlich
2014–2017 Flugplatz Obermehler-Schlotheim, Obermehler, Deutschland
2018 Flughafen Magdeburg-Cochstedt, Hecklingen, Deutschland
2019 Flugplatz Obermehler-Schlotheim, Obermehler, Deutschland

FestivalBearbeiten

Ursprünglich waren die Medimeisterschaften ein Fußballturnier zwischen medizinischen Fakultäten einiger Universitäten Deutschlands. Die ersten Medimeisterschaften fanden 2002 in Bochum statt.[3] Mit den stetig steigenden Besucherzahlen veränderten sich die Medimeisterschaften von einem Fußballturnier mit Party zu einem Sportfestival mit 22.000 Besuchern. Trotzdem blieb der Fußball ein essentieller Teil der Medimeisterschaften. Neben diesem Fußballturnier finden auch andere sportliche Wettkämpfe wie etwa Volleyball, Flunkyball, Basketball oder Bubble-Fußball statt.

Wie bei vielen anderen Festivals gibt es auf den Medimeisterschaften mehrere von den Universitäten gestaltete Bühnen, sowie eine Mainstage, auf denen Medizinstudierende als DJs und Bands auftreten.

Sind im Jahr 2015 noch circa 10.000 Studierende angereist,[4] so waren es 2018 schon 22.000 und 2019 über 25.000[5] Studierende.

Das inoffizielle Motto der Medimeisterschaften ist: #nurLiebe. Der Veranstaltungsort ist während des Festivals in verschiedene Zeltplätze aufgeteilt, wobei meist jede Universität ihren eigenen Bereich erhält. Über die Jahre haben sich auf den Medimeisterschaften verschiedene Teams und Bündnisse zwischen verschiedenen Städten gebildet. Ein Beispiel dafür wäre das Team „Dirty South“, welches aus den Universitäten Freiburg im Breisgau, Tübingen und Ulm besteht. Diese verbündeten Universitäten sind dann meist auf benachbarten Zeltplätzen untergebracht und setzen zum Teil gemeinsame Projekte, wie etwa eine Bühne, um.[6]

Der bekannteste Song des jährlichen Wettbewerbs, „Medicopter Mainz17“ welcher im Jahr 2017 über längerer Zeit den 1. Platz der Deutschen Spotify Viral Charts belegte,[7][8][9] wurde mittlerweile von dem Deutschen Schlagersänger Tobee gecovert (Helikopter 117) und ist zu dessen bekanntesten Hit geworden.[10] Auch der Gewinnersong von 2019 „Napoleon Bonnerparty“ der Universität Bonn oder aber „Ich lieb die Medis“ von einpaarbois konnten sich einige Wochen in den Deutschen Spotify Viral Charts halten.

Das Pfand wird zum größten Teil gesammelt und Organisationen wie UNICEF oder Medinetz gespendet.[11][12]

MottosBearbeiten

Eine wichtige Rolle spielen auf den Medimeisterschaften die uniinternen, jährlich wechselnden Mottos. Den Universitäten dienen diese vor allem Erkennungsmerkmal auf dem Festivalgelände. So richten die Studierenden die komplette Organisation nach dem jeweiligen Motto aus. Es gibt Kostüme, die zum Motto passen, es werden motto-bezogene Songs komponiert, Bühnen gebaut und vieles mehr. Die Mottos bestehen beispielsweise aus Anspielungen, auf medizinische Themen, aus Klischees über die jeweilige Stadt oder Region oder auch meist aus Themen die auf den ersten Blick nichts mit der jeweiligen Stadt zu tun haben.

AustragungsorteBearbeiten

Die ersten Medimeisterschaften fanden 2002 in Bochum statt. In den folgenden Jahren wechselte das Turnier jährlich seinen Austragungsort. So trafen sich Medizinstudierende zwischen 2003 und 2013 in Städten wie beispielsweise Kiel, Leipzig und München. Von 2014 bis 2017 wurden die Medimeisterschaften auf dem Flughafen Obermehler ausgetragen.[13] 2018 fand das Festival zum ersten Mal auf dem Flughafen Magdeburg-Cochstedt statt[14], 2019 wurde wieder zum Flughafen Obermehler gewechselt.[15]

SiegerBearbeiten

Die Medimeisterschaften sind auch heute noch durch ihren Turniercharacter geprägt. So konkurrieren die verschiedenen Universitäten in zahlreichen Wettkämpfen. Die beiden wichtigsten Kategorien sind natürlich der Titel des „Medimeisters“, und damit des Gewinners des Fußballpokals, sowie der Titel „Bestes Fanvideo“. Hierbei handelt es sich um den besten der Songs, die von den Studierenden der verschiedenen Universitäten komponiert wurden.[16][17]

Jahr Bestes Fanvideo Fußball Pokal Männer, „Medimeister“
2019 Bonn, „Napoleon Bonnerparty“ Wien
2018 Rostock, „Woodstock Peace & Love“ Marburg
2017 Göttingen, „Ab GÖht die Post“ Erlangen-Nürnberg
2016 Göttingen, „Swinging Heart“
2015 Rostock, „Butter bei die Fische“ Marburg
2014 Göttingen, „GÖrillaz“

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Geschichte Medimeisterschaften. Abgerufen am 3. Dezember 2019.
  2. Medimeisterschaften. Abgerufen am 4. Juli 2018.
  3. Ruhr Uni Bochum: Medizinstudierende spenden spielend über 7500 Euro
  4. Laura Backes: Mediziner-Festival in Thüringen: Spring Break für Nachwuchsärzte. Spiegel-Online, 9. August 2015, abgerufen am 5. Juli 2018.
  5. Medi-Meisterschaften wegen Unwetter evakuiert: 25.000 Festivalbesucher mussten Gelände verlassen. Abgerufen am 11. September 2019.
  6. Lageplan Medimeisterschaften 2019. Medimeisterschaften Gmbh, abgerufen am 11. September 2019.
  7. Studenten schaffen es mit Sauf-Song auf Platz 1 der Charts. 7. Juli 2017, abgerufen am 11. September 2019.
  8. Sommerhits 2017 - Vier Silben für die Welt. Abgerufen am 11. September 2019.
  9. FOCUS Online: Mach den Hub-Hub-Hub: Mainzer Studenten landen Nummer-1-Hit mit Gaga-Song - Video. Abgerufen am 11. September 2019.
  10. „Ballermann“-Stimmung auf dem Lerchenberg. Merkurist, abgerufen am 11. September 2019.
  11. Fragen & Antworten – MediMeisterschaften. Abgerufen am 11. September 2019.
  12. Medimeisterschaften 2018 | Sei wie Tim - Spende dein Pfand. Abgerufen am 11. September 2019.
  13. Laura Backes: Mediziner-Festival in Thüringen: Spring Break für Nachwuchsärzte. Spiegel-Online, 9. August 2015, abgerufen am 4. Juli 2018.
  14. Ole-Jonathan Gömmel: Welcher dieser sieben Songs wird der neue „Medicopter Mainz17“? Bento, abgerufen am 4. Juli 2018.
  15. MediMeisterschaften Homepage. Abgerufen am 3. Juni 2019.
  16. Geschichte Medimeisterschaften. Abgerufen am 11. September 2019.
  17. Medimeisterschaften 2018 Rostock - Woodstock Peace & Love. Abgerufen am 11. September 2019.