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Martin Johann Jenisch der Jüngere

Hamburger Senator
Martin Johann Jenisch der Jüngere (Aquarellskizze von Carl Julius Milde, 1834)

Martin Johann Jenisch (* 12. April 1793 in Hamburg; † 7. März 1857 in Vevey/Schweiz) war Kaufmann und ein einflussreicher Senator in Hamburg. Er ließ das Jenisch-Haus errichten.

LebenBearbeiten

Geboren als Sohn des Hamburger Kaufmanns und Senators Martin Johann Jenisch des Älteren erbte Martin Johann Jenisch der Jüngere ein bedeutendes Vermögen, das er durch den Kauf umfangreichen Grundbesitzes in Hamburg und Holstein nachhaltig zu sichern verstand.

1828 erwarb er den umfangreichen Grundbesitz des Baron Voght in Klein Flottbek, damals eine Landgemeinde westlich der Stadt Altona, ferner die holsteinischen Güter Blumendorf und Fresenburg bei Bad Oldesloe und die Herrschaft Kalø in Jütland. Auf seinem elbnahen Besitz in Klein Flottbek, heute der Jenischpark, ließ er durch Franz Gustav Joachim Forsmann 1831–34 oberhalb von Teufelsbrück das Jenisch-Haus errichten. In diesem befindet sich heute eine Außenstelle des Altonaer Museums.

Besondere Verdienste erwarb sich Jenisch als Senator und Präses der Baudeputation – Funktionen, die ihn besonders forderten, als nach dem großen Hamburger Brand von 1842 der Wiederaufbau der vernichteten Stadtteile anstand.

In Vevey ermöglichte seine Witwe Fanny Jenisch (1801–1881) mit einer Schenkung das Musée Jenisch. Sie wollte damit ihre Dankbarkeit an die Gemeinde Vevey aussprechen für die glücklichen Zeiten, die sie mit ihrem Mann dort verbracht hatte. Das Museum wurde im März 1897 eröffnet.[1]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Musée Jenisch Vevey - Geschichte. museejenisch.ch. Abgerufen am 29. Dezember 2013.