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Martin Jinek

Martin Jinek (* 31. Mai 1979)[1] ist ein tschechischer Biochemiker. Seine Arbeiten stellen bedeutende Fortschritte in gentechnischen Verfahren dar.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Jinek begann sein Studium 1998 in Cambridge am dortigen Trinity College und erwarb dort einen Bachelor of Arts in Naturwissenschaften. Ebenfalls an der University of Cambridge machte er 2002 seinen Master of Science in Chemie.[1]

Im Jahr 2006 promovierte er mit einer Doktorarbeit am European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg in der Gruppe von Elena Conti. Von 2007 bis 2012 war er Postdoktorand an der University of California, Berkeley bei Jennifer Doudna.[1]

Seit Februar 2013 ist Martin Jinek Assistenzprofessor (Tenure-Track) am Biochemischen Institut der Universität Zürich und leitet dort eine Forschungsgruppe.[2]

WirkenBearbeiten

Martin Jineks Arbeiten betreffen die molekularen Mechanismen der Zellregulierung mittels Protein-RNA-Wechselwirkungen. Insbesondere beschäftigt er sich mit dem in Bakterien auftretenden antiviralen Abwehrmechanismus CRISPR und dem CRISPR/Cas-System zur Erzeugung gentechnisch veränderter Organismen.[3]

AuszeichnungenBearbeiten

Im Jahr 2013 sprach der European Research Council Martin Jinek eine Förderung (Starting Grant) von 1,5 Millionen Schweizer Franken zur Finanzierung seiner Forschung in Zürich zu.[4] Im folgenden Jahr gewann Jinek den mit 10.000 Franken dotierten Ernst-Th.-Jucker-Preis der Universität Zürich für Erkenntnisse in der Krebsforschung[4] sowie den John Kendrew Award des EMBL.[5]

Die Schweizer Gesellschaft für Molekulare und Zelluläre Biowissenschaften (ehemals Schweizer Gesellschaft für Biochemie) verlieh ihm 2015 den Friedrich-Miescher-Preis. Der Preis ist mit 20.000 Franken dotiert.[6][7]

Publikationen (Auswahl)Bearbeiten

Jinek hat mehrere häufig zitierte Fachartikel in renommierten Zeitschriften wie Nature und Science veröffentlicht,[8] darunter

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Prof. Martin Jinek. Universität Zürich, Biochemisches Institut, 16. März 2015, abgerufen am 15. Mai 2015 (englisch, Tabellarischer Lebenslauf).
  2. Martin Jinek. Universität Zürich, Biochemisches Institut, 19. Dezember 2014, abgerufen am 15. Mai 2015.
  3. Nik Walter: Der Nobelpreis-Kandidat von der Uni Zürich. In: Tages-Anzeiger. 14. Mai 2015, abgerufen am 15. Mai 2015.
  4. a b Martin Jinek erhält Ernst Th. Jucker-Preis. Universität Zürich, 14. Oktober 2014, abgerufen am 15. Mai 2015.
  5. Alumni Awards: The John Kendrew Award. European Molecular Biology Laboratory, 10. Juli 2015, abgerufen am 15. Mai 2015.
  6. UZH-Forscher Martin Jinek erhält renommierten Friedrich-Miescher-Preis. Universität Zürich, 29. Januar 2015, abgerufen am 15. Mai 2015.
  7. Preisträger Miescher-Preis. In: naturwissenschaften.ch. Akademie der Naturwissenschaften Schweiz, abgerufen am 15. Mai 2015.
  8. Web of Science Search. In: Web of Science. Thomson Reuters, abgerufen am 14. November 2017 (englisch, weist 43 Fachpublikationen für M. Jinek aus, davon 9 mit mehr als 200 Zitaten. Allein im Jahr 2016 sind seine Papers danach über 1400-mal zitiert worden).