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Markwart Herzog

deutscher Theologe, Religionsphilosoph und Sporthistoriker

Markwart Herzog (* 1958 in Heilbronn) ist ein deutscher Theologe, Religionsphilosoph und Sporthistoriker.

Inhaltsverzeichnis

Leben und WirkenBearbeiten

Markwart Herzog studierte in München Philosophie, Theologie und Kommunikationswissenschaft. Von 1989 bis 1997 war er Wissenschaftlicher Assistent des Forschungs- und Studienprojektes der Rottendorf-Stiftung an der Hochschule für Philosophie München. Ab 1989 arbeitete er außerdem fünf Jahre bei Wolfhart Pannenberg am Institut für Fundamentaltheologie und Ökumene der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1995 wurde er in Religionsphilosophie promoviert. Seine Dissertation über Deutungen der Höllenfahrt Jesu Christi erschien 1997 unter dem Titel Descensus ad inferos und wurde mit dem Richard-Schaeffler-Preis ausgezeichnet. 1997 bis 2009 war er Wissenschaftlicher Bildungsreferent an der Schwabenakademie Irsee.[1]

Seit Dezember 2009 leitet Herzog als Direktor die Schwabenakademie Irsee. Er publiziert über Themen der Religions-, Sport-, Medizin- und Strafrechtsgeschichte. Seine sporthistorischen Arbeiten beschäftigen sich im Schwerpunkt mit dem Fußball. Er ist berufenes Mitglied der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur.

Herzog ist verheiratet und hat zwei Kinder.[1]

Publikationen (Auswahl)Bearbeiten

  • „Descensus ad inferos“. Eine religionsphilosophische Untersuchung der Motive und Interpretationen mit besonderer Berücksichtigung der monographischen Literatur seit dem 16. Jahrhundert (= Frankfurter theologische Studien. Bd. 53). Knecht, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-7820-0759-X.
  • als Herausgeber: Die Wiederkunft der Engel. Beiträge zur Kunst und Kultur der Moderne (= Irseer Dialoge. Bd. 2). Kohlhammer, Stuttgart u. a. 2000, ISBN 3-17-016442-2.
  • als Herausgeber: Totengedenken und Trauerkultur. Geschichte und Zukunft des Umgangs mit Verstorbenen (= Irseer Dialoge. Bd. 6). Kohlhammer, Stuttgart u. a. 2001, ISBN 3-17-016972-6.
  • als Herausgeber: Der Streit um die Zeit. Zeitmessung – Kalenderreform – Gegenzeit – Endzeit (= Irseer Dialoge. Bd. 5). Kohlhammer, Stuttgart 2002, ISBN 3-17-016971-8.
  • als Herausgeber: Fußball als Kulturphänomen. Kunst – Kultur – Kommerz (= Irseer Dialoge. Bd. 7). Kohlhammer, Stuttgart 2002, ISBN 3-17-017372-3.
  • als Herausgeber mit Norbert Fischer: Nekropolis. Der Friedhof als Ort der Toten und der Lebenden (= Irseer Dialoge. Bd. 10). Kohlhammer, Stuttgart 2005, ISBN 3-17-018508-X.
  • Der „Betze“ unterm Hakenkreuz. Der 1. FC Kaiserslautern in der Zeit des Nationalsozialismus. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2006, ISBN 3-89533-541-X.
  • als Herausgeber mit Mario Leis: Der Bahnhof: Basilika der Mobilität – Erlebniswelt der Moderne (= Irseer Dialoge. Bd. 14). Kohlhammer, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-17-020566-6.
  • als Herausgeber mit Huberta Weigl: Mitteleuropäische Klöster der Barockzeit. Vergegenwärtigung monastischer Vergangenheit in Wort und Bild (= Irseer Schriften. NF Bd. 5). UVK-Verlags-Gesellschaft, Konstanz 2011, ISBN 978-3-86764-189-0.
  • „Blitzkrieg“ im Fußballstadion. Der Spielsystemstreit zwischen dem NS-Sportfunktionär Karl Oberhuber und Reichstrainer Sepp Herberger (= Irseer Dialoge. Bd. 16). Kohlhammer, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-17-022217-5.
  • als Herausgeber: Memorialkultur im Fußballsport. Medien, Rituale und Praktiken des Erinnerns, Gedenkens und Vergessens (= Irseer Dialoge. Bd. 17). Kohlhammer, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-17-022554-1.
  • als Herausgeber: Frauenfußball in Deutschland. Anfänge – Verbote – Widerstände – Durchbruch (= Irseer Dialoge. Bd. 18). Kohlhammer, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-17-023013-2.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Lebenslauf bei der Deutschen Akademie für Fußballkultur. In: fussball-kultur.org, abgerufen am 19. Oktober 2013.