Marguerite von Anjou-Sizilien

Gräfin von Anjou und Maine

Marguerite von Anjou-Sizilien (* 1273; † 31. Dezember 1299) war eine Gräfin von Anjou und Maine aus dem älteren Haus Anjou. Sie war eine Tochter Karls II. von Anjou († 1309), König von Neapel, und der Maria von Ungarn († 1323).

Ihr Vater verlobte sie in einem Abkommen, welches er in Corbeil am 28. Dezember 1289 mit der französischen Krone traf, mit dem Grafen Karl I. von Valois, dem Bruder König Philipps IV. des Schönen. Der Grund dieser Ehe lag in der sizilianischen Vesper (1283), in der Margaretes Vater die Insel Sizilien an Aragon verlor, und dem darauffolgenden französischen Kreuzzug gegen Aragon (1285), in dem der Graf von Valois von Papst Martin IV. mit der Krone Aragons belehnt wurde. Der Kreuzzug scheiterte allerdings und Marguerites Vater geriet im Kampf gegen den König von Aragon in dessen Gefangenschaft. Eine Bedingung für seine Freilassung war die Aufgabe der Thronansprüche Karls von Valois. Dieser zeigte sich dazu bereit und bekam die Hand Margaretes als Entschädigung für seine entgangene Krone, seine Braut sollte ihm die Grafschaften Anjou und Maine in die Ehe bringen.

Die Eheschließung fand am 16. August 1290 statt nachdem der nötige päpstliche Dispens erteilt worden war, denn Marguerite und ihr Ehemann waren Cousins zweiten Grades mit König Ludwig VIII. von Frankreich als gemeinsamen Vorfahren.

Aus dieser Ehe entsprangen folgende Kinder:

Marguerite wurde – ebenso wie ihr Ehemann – in Saint-Jacques in Paris beerdigt.

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VorgängerAmtNachfolger
Karl II. der LahmeGräfin von Anjou
Gräfin von Maine
1290–1299
Philipp