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Mareb
Gash oder al-Qash
Der Mareb im Atbara Flusssystem

Der Mareb im Atbara Flusssystem

Daten
Lage Eritrea, Äthiopien, Sudan
Flusssystem Nil
Abfluss über Atbara → Nil → Mittelmeer
Ursprung Nahe Barda
15° 14′ 0″ N, 38° 50′ 0″ O
Versickerung im SudanKoordinaten: 16° 4′ 0″ N, 36° 16′ 0″ O
16° 4′ 0″ N, 36° 16′ 0″ O

Länge 440 km
Einzugsgebiet 31.000 km²[1]
Abfluss am Pegel Kassada[2] MNQ
MQ
MHQ
0 l/s
21,6 m³/s
870 m³/s
Linke Nebenflüsse Sarana, Balasa, 'Engweya, Gala Shet'
Rechte Nebenflüsse Obel
Trockenes Flussbett des Gash bei Kassala

Trockenes Flussbett des Gash bei Kassala

Der Mareb (so die europäische Schreibung, eigentlich Märäb; im Tiefland Gash oder al-Qash genannt) ist der nördlichste der nach Nordwesten fließenden Flüsse im Hochland von Abessinien. Er ist saisonal, und bildet einen Teil der Grenze Äthiopiens zu Eritrea.

GeografieBearbeiten

Nach dem Statistical Abstract of Ethiopia for 1967/68 ist der Mareb 440 Kilometer lang. Er entspringt etwa 15 km südwestlich von Asmara. Er verläuft zunächst nach Süden bis zur äthiopischen Grenze. Dann nach Nordwesten bis er die sudanesische Ebene in der Nähe von Kassala erreicht. Im eritreischen Tiefland wird der Fluss Gash (nach der sudanesischen Grenze al-Qash) genannt und gibt der Verwaltungsregion Gash-Barka ihren Namen. Die meiste Zeit des Jahres ist der Mareb trocken, kann jedoch ebenso wie der Tekeze-Setit zur Regenzeit plötzlich anschwellen. Im Gegensatz zu den anderen großen Flüssen auf dieser Seite des äthiopischen Hochlands mündet der Mareb nur bei extremen Hochwasser in den Atbara und somit in den Nil.[3] In der Regel versickert er im Sand der sudanesischen Ebene. Die Angaben zu Einzugsgebiet sind sehr widersprüchlich und liegen zwischen 21.000 und 44.000 km².

Lediglich das linke Ufer des Oberlaufs liegt auf äthiopischem Gebiet. Die wichtigsten Nebenflüsse sind der Obel am rechten Ufer sowie der Sarana, Balasa und 'Engweya links.

GeschichteBearbeiten

Geschichtlich ist der Mareb interessant als Grenze zwischen den Gebieten zweier äthiopischer Adliger zur Zeit des Mittelalters: der Bahre negasch bzw. Bahri negassi, Kurzform Bahrgassi (Tigrinya „König des Meeres“, d. h. des dem Meer am nächsten gelegenen Teiles des abessinischen Hochlandes) nördlich des Flusses und der Makonnen von Tigray im Süden. Die Gebiete des Bahre negasch erstreckten sich bis zur Küste des Roten Meeres im Norden, seine Hauptstadt war gewöhnlich Debarwa im heutigen Eritrea, etwa 20 Meilen südlich von Asmara.

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. "Science in Africa" (PDF; 1,8 MB) UNESCO
  2. ENVIRONMENTAL IMPACT ASSESSMENT KASSALA (Memento des Originals vom 2. Oktober 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.krijnen.ch (PDF; 3,1 MB)
  3. Guleid Artan et al.: Adequacy of satellite derived rainfall data for stream flow modeling (PDF; 850 KB)